"Bezirke sollen Partner sein!"

Zum dritten Mal in Folge hat Josef Loy, Bezirksrat und Bürgermeister von Eresing, bei der „Aktion Rollentausch“ mitgemacht: ER hospitierte wiederum bei den Isar-Würm-Lech IWL Werkstätten. In In diesem Jahr stand der Betrieb für psychisch erkrankte Menschen in der Graf-Zeppelin-Straße auf dem Programm. Loy zeigt sich beeindruckt von den hohen Qualitätsstandards und den logistischen Herausforderungen.

Die Kontinuität der Kontakte lässt vermuten, dass für den Politiker als Mitglied im Fachausschuss für Psychiatrie und Neurologie und im Sozial- und Gesundheitsausschuss dem Kontakt zur Basis wichtig ist. Bei der Aktion Rollentausch geben soziale Einrichtungen politischen Mandatsträgern die Möglichkeit, aktiv mit betroffenen Menschen zusammenzuarbeiten und vor Ort miteinander ins Gespräch zu kommen. Negativ: Kurze Zivi-Zeit „Für die Behindertenarbeit zu sensibilisieren ist dringend notwendig“, erklärte Christian Boenisch, Geschäftsführer der IWL. Denn die Entwicklung der letzten Jahre, was die öffentlichen Gelder und die Zusammenarbeit mit dem Bezirk angeht, sei problematisch. Negativ für die Werkstätten wirkten sich auch die verkürzten Zivildienstzeiten aus. Dabei sei es nicht nur die Leistung während der Zivildienstzeit, die zähle, sondern viele Zivis entschieden sich auch erst aufgrund ihrer Erfahrungen in sozialen Bereichen später einmal für einen sozialen Beruf. „Die finanzielle Lücke im Haushalt dürfe nicht auf dem Rücken hilfebedürftiger Menschen ausgetragen werden“, sagte der CSU-Politiker Loy. Gefordert sei hier die fachliche Diskussion. Zudem sollten die Bezirke sollen Partner der Werk- stätten sein. Die Entwicklung der Werkstätten, hin zu Industriebetrieben mit dem Auftrag der beruflichen Rehabilitation erfolgt mit einem gehobenen Maß an beruflicher Qualifizierung, die keinesfalls aus den Werkstätten ausgegliedert werden darf. Überzeugt von der Leistungsfähigkeit der IWL-Betriebe und dem Anspruch an qualifizierte Bildungsarbeit nahm Josef Loy bei seinem Besuch bei dem Betrieb für psychisch erkrankte Menschen viele Diskussionspunkte mit, um diese aus fachlicher Sicht in den politischen Gremien weiter zu besprechen. Mit dem Thema aufrichtig umzugehen ist nötig, gerade wenn nicht mehr nur Integration sondern die „Inklusion“ (Einbeziehung) von Benachteiligen gefordert wird.

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