Hilfe für Fluss und Fisch

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Mithilfe eines Kohlhöfer-Baggers und unter Anleitung von Kurt Butscher und Joseph Wagner vom Bezirksfischereiverein entstand unterhalb des Inselbades eine neue Kinderstube für die „Kieslaicher“ im Lech.

Landsberg – Die Petrijünger des Bezirksfischereivereins Landsberg waren wieder einmal für den Lech und die darin vorkommenden Fische im Einsatz. Es galt die Kiesbank auf der Ostseite unterhalb des Inselbades umzuschichten und aufzulockern.

„Diesen Gewässergrund brauchen einige im Lech beheimatete Fischarten, die Bachforelle etwa, um erfolgreich für Nachwuchs sorgen zu können“, begründet Stefan Neubauer, Vorsitzender der Bezirksfischer, die Maßnahme. Als „Kieslaicher“ stellten die Schuppenträger eben „bestimmte Ansprü­che an ihre Kinderstube“.

Schön locker sollte der Kies sein und frei von Sedimenten, so Neubauer, „in früheren Zeiten hat der wilde Lech solche Kinderstuben in Hülle und Fülle geboten“. Ein „Paradies für Fische“ sei das damals gewesen, doch seitdem aber Wasserkraftwerke und Stauseen die Kraft des Flusses gebändigt haben, finde man nur noch äußerst selten vom Fluss gebildete, funktionsfähige Kiesbänke, die ein Laichgeschäft ermöglichen.

Somit muss sich der Mensch, im Landsberger Fall die Bezirksfischer, darum kümmern, den Fischen ersatzweise zu ihrer Kin­derstube zu verhelfen. So erneut geschehen in der vergangenen Woche. Mit einem Bag­ger der Firma Kohlhöfer wurde die mächtige Kiesbank unterhalb des Inselbades „renoviert“.

„Hübsch kalt war’s“, weiß Neubauer, „aber dank eines Profis am Steuer des Baggers konnten die am frühen Morgen begonnenen Arbeiten bereits am späten Nachmittag abgeschlossen werden.“ Der Lech schaue an dieser Stelle nun (beinahe) wie früher aus, meint der Vorsitzende, „hoffentlich sehen die Fische das auch so“.

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