Frühjahrsputz im Mühlbach

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Beim Abfischen vor dem Kraftwerksrechen am Ende des Mühlbaches: Marcus Stadler, Axel Mehwald und Norbert Goldmann (von links) vom Bezirksfischereiverein Landsberg.

Landsberg – Was bei Hausfrauen und -männern seit jeher als guter Brauch im Frühjahr angesehen wird, ist auch bei den Stadtwerken Landsberg und den Lech-Elektrizitätswerken eine feste Größe im Aufgabenplan für diese Jahreszeit: der Frühjahrsputz im Mühlbach.

Werden hier Haus und Hof oder Wohnung geschrubbt, gewienert und auf Hochglanz gebracht, ist es dort unter anderem der Mühlbach, der ge­säubert, von „entsorgten“ Ge­genständen befreit und stellenweise repariert wird. Dazu muss man natürlich erst einmal das Wasser im Mühlbach ablassen – so geschehen wieder mal am Montag.

Nur, wohin mit den Fischen, die in großer Zahl während des Jahres aus dem Lech in den Mühlbach einwandern und sich dort offensichtlich rundum wohl fühlen? Barben, Forellen, Hechte und andere Fischarten möchten gerne weiterleben. Da sind und waren einmal mehr die Angelfischer des Bezirksfischereivereins Landsberg am Zug. Mit Keschern und Eimern rückten sie in aller Frühe an, während der Wasserspiegel im Mühlbach nach und nach absinkt. Ehe die Fische auf dem Trockenen liegen werden sie behutsam gefangen, vorsichtig in die Transportbehälter geladen und an anderer Stelle im Lech wieder ausgesetzt.

„Gelebter Naturschutz“, meint Stefan Neubauer, 1. Vorsitzender des Landsberger Fischereivereins kurz und bündig, greift zum Kescher und geht in dieser Mühlbachauskehr ein letztes Mal auf Kontrollgang.

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