Einen Tag rein ins Ehrenamt

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Der 2. Freiwilligen-Tag im Landkreis konnte mit 22 Projekten aufwarten. Bei der IWL Werkstatt in Landsberg wurden beispielsweise Schaukelstühle gebaut.

Landkreis – Für einen Tag streichen, garteln, basteln, malen und vieles mehr. Die Projekte beim zweiten Freiwilligen-Tag des Landkreises waren vielfältig. Obwohl das Konzept eines solchen Tages schwer zu etablieren sei, ist sich Organisatorin Katrin Dyballa von der Koordinationsstelle engagierter Bürger sicher, dass das Format einen Trend im Ehrenamt widerspiegelt: Die Teilnehmer müssen sich nicht fest binden, können sich konkret an einem Tag einbringen und sehen am Ende dieses Tages ein Ergebnis ihrer Arbeit.

Zum zweiten Mal fand der Freiwilligen-Tag – der sich jährlich mit der Freiwilligen-Messe abwechselt – im Landkreis statt. Im Vergleich zu 2014, wo die Teilnehmerzahl noch knapp über 100 lag, konnte man sich steigern. „Wir hatten viel mehr Teilnehmer, was aber natürlich auch an den Schulen lag“, sagt Katrin Dyballa.

Das war eine der Neuerungen gegenüber der Premiere: Der Freiwilligen-Tag ging in diesem Jahr über zwei Tage. Freitags wurden nämlich die Schulen mit einbezogen. Viele Schulklassen aus dem Landkreis kümmerten sich an diesem Tag um ihre Bäume, die sie im Rahmen der Aktion „plant for the planet“ im letzten Jahr eingepflanzt haben (der KREISBOTE berichtete). Eine Klasse der Dießener Carl-Orff-Schule packte Futterpäckchen und baute Hütten für Streunerkatzen. Hierin liegen auch die Pläne für die Zukunft: Katrin Dyballa könnte sich vorstellen, die Schulen stärker in den Freiwilligen-Tag miteinzubeziehen. Aber auch Firmen-Teams hätte sie gerne in zwei Jahren dabei. Diese könnten den Tag als eine Art Teambuilding-Maßnahme nutzen.

Erstmals dabei am eigentlichen Freiwilligen-Tag am Samstag waren auch Asylbewerber. Dadurch kam es auch zu einem kleinen Erfolg, wie Dyballa im Gespräch mit dem KREISBOTEN erzählt: Ein Asylbewerber beteiligte sich bei einer Streichaktion in Schondorf. Der Projektleiter war so begeistert von seinem Engagement, dass er sich nun für den jungen Mann auf die Suche nach einem Praktikum machen will.

Aber auch sozial passiere viel an solch einem Tag, so Dyballa. Beispielsweise beim Projekt der Lebenshilfe: Hier ging es darum, die Wohnungen der Behinderten neu zu streichen. „Von beiden Seiten gab es da wohl im Vorfeld gewisse Vorbehalte“, erzählt die Koordinatorin. Am Tag der Aktion selbst haben diese sich aber schnell aufgelöst. „Das ist unbezahlbar.“ Insgesamt ist Katrin Dyballa mit dem Ablauf des Tages zufrieden. Allerdings, sagt sie, ist immer noch Luft nach oben.

Astrid Neumann

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