Bilder von "Serientäterinnen"

Viermal Kunst von vier Künstlerinnen ist sehr verschieden und doch gelingt eine Einheit. Die 2005 gegründete Künstlergruppe „sichtbar“ spielt mit diesem Spannungsfeld und nimmt sich jeweils ein Thema vor, um es dann in vier Handschriften zu präsentieren. Diesmal ist es die Serie gewesen, die Monika Ebner, Silvia Grosskopf, Gabriele Moser und Monika Zinner beschäftigt hat und so hieß es jetzt „Sichtbar geht in Serie“ in der Säulenhalle, wo die Gruppe bereits zum fünften Mal ausstellte.

„Serientäter“ seien sie, erklären die Künstlerinnen ihrem Publikum bei der Vernissage. Sie zeigen Malereien, Drucke und Collagen, die in Einzelarbeit zum großen Thema „Serie“ entstanden. Es gibt aber auch zwei große Themenwände, auf denen die vier Freischaffenden in einer vierteiligen Bildserie das selbe Motiv darstellen. Die Landsbergerin Gabriele Moser präsentiert vor allem Radierungen, die schon von der Technik her auf serielles künstlerisches Arbeiten angelegt sind. Monika Zinner aus Gräfelfing tischt auf und hat Stillleben gemalt. So wird ein Tisch mit allerlei Flaschen, Gläsern und Tellern in drei Teile geteilt. Das Bild vom Ganzen will erst gesucht werden. Monika Ebner aus Pürgen zeigt auch Malerei in Serie, widmet sich aber dem Menschen. Mit genauem Pinselstrich beschreibt sie Charaktere und zeigt unter anderem eine Serie von Gemütszuständen in Schwarz-Weiß. Silvia Grosskopf aus Finning arbeitet zum Thema Collage und variiert und spielt Buntheit zum Beispiel mit farbigen Quadraten auf dem Hintergrund eigener Fotografien durch. Wenn das Thema auch vereint, werden die Unterschiede zwischen den künstlerischen Arbeiten der vier durch die gemeinsame Präsentation besonders deutlich und steigern sich noch. An den zwei gegenüberliegenden Themenwänden kann man sich ebenfalls von der gebotenen Vielfalt überzeugen. Vom sehr verschiedenen Blick in ein Zimmer zeugen großformatige Malereien – für den Betrachter ist es ein vergnüglicher Vergleich zwischen den einzelnen Malweisen. Ein einziges Objekt begleitete diese Bilderausstellung: Es heißt „Kommen und gehen“ und ist eine Gemeinschaftsarbeit, die bei der langen Kunstnacht 2008 im Landsberger Bürgerbahnhof entstand.

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