Biogas vom Buchberg?

Ob in Denklingen künftig eine Biogasanlage betrieben werden darf – darüber hat sich der Gemeinderat jüngst so seine Gedanken gemacht. Auslöser war der Antrag von Alfred Sporer, der eine solche Anlage am Buchberg neben dem Feldkreuz errichten möchte. Doch die Mehrheit der Räte wollte die Entscheidung nicht übers Knie brechen und votierte mit 11:4 Stimmen dafür, die Angelegenheit zu vertagen.

Jetzt sollen erst noch mehr Informationen eingeholt und nach Möglichkeit auch eine Anlage in der Nähe besichtigt werden. In Denklingen selbst gibt es noch keine Biogasanlage, wohl aber in Fuchstal. „Wir hatten so einen Antrag noch nie vorliegen gehabt“, machte Bürgermeisterin Viktoria Horber auf der Sitzung klar und wies darauf hin, dass die Kommune selbst keine Genehmigung erteilen dürfe, sondern lediglich das gemeindliche Einvernehmen. Letztendlich entscheiden müsse das Landratsamt Landsberg. Vizebürgermeister Meinrad Klein klärte hierzu auf, dass Landwirte diesbezüglich privilegiert seien – „das ist gesetzlich geregelt“. Im Ostallgäu sei es „gang und gäbe“, dass Landwirte Biogasanlagen errichten – besonders im Außenbereich. Den angedachte Standort auf Denklinger Flur fand Klein nicht schlecht, da er weit weg von der Bebauung sei. Regina Wölfl hielt es generell für „erfreulich, dass Landwirte so was machen“. Auch in anderen Gemeinde würden schon solche Anlagen laufen – nur Denk- lingen sei hier noch ein ,Ausnahmegebiet‘, so Wölfl. Allerdings wurden auch Bedenken gegen das Vorhaben laut. Werner Dacher etwa berichtete, er sei an einer Biogasanlage vorbei gekommen, die „ziemlichen Gestank“ verursacht hätte. Seiner Meinung nach müsste man erst prüfen, ob die Abgase dann Richtung Dorfmitte oder besser ins freie Feld geblasen würden. Klein hingegen wusste: „Wenn die Anlage sauber be trieben wird, dann stinkt sie auch nicht.“ Er habe „wirklich keine Bedenken“, versuchte Klein die letzten Zweifel auszuräumen, doch mehrere Ratsmitglieder erbaten noch mehr Zeit, um erst detaillierte Informationen über Biogasanlagen einzuholen. Andreas Horber schlug schließlich vor, mit einem Fachmann eine Anlage zu besichtigen. Immerhin könne es weitreichende Konsequenzen haben, wie die Gemeinde hier entscheide, so Horber – „das Vertrauen darauf, dass das Landratsamt schon das Richtige macht, ist hier nicht der beste Weg“. Der Antrag müsse nun innerhalb der nächsten vier Wochen behandelt werden, erklärte Bürgermeisterin. Horber.

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