Landsberg hat eine neue Stadtbaumeisterin

Parallelen sind vorhanden

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Oberbürgermeister Mathias Neuner empfing die neue Stadtbaumeisterin Birgit Weber am Freitag zum ersten Pressegespräch.

Landsberg – Die Vorfreude auf ihre neue Aufgabe ist Birgit Weber deutlich anzumerken: „Ich schätze Landsberg sehr, es ist ein städtebauliches Juwel mit einer außergewöhnlich intakten Altstadt“, sagt die frisch gekürte Stadtbaumeisterin in ihrem ersten Pressegespräch.

Es hatte allerdings länger als vorgesehen gedauert, bis in nichtöffentlicher Sitzung nach über zwei Stunden unter den letzten drei Bewerbern entschieden war, „der Stadtrat wollte einfach viel wissen und hatte noch Nachfragen“, berichtet OB Mathias Neuner. 

Birgit Weber schreckte das nicht ab, obwohl die 55jährige nach eigener Auskunft „ganz ehrlich wahnsinnig Angst“ vor der Vorstellungsrunde hatte. Die Atmosphäre kam ihr dann aber entgegen. „Es ist auch Humor zu spüren, der Umgang ist ein bisschen persönlicher als in der Großstadt, ich denke, da passe ich gut dazu.“ 

Ihre berufliche Karriere verbrachte sie allerdings bisher im Stadtbauamt 1 in München – wobei es zur künftigen Aufgabe durchaus Berührungspunkte gibt. Die studierte Regierungsbaumeisterin, die ihre Jugend in Weilheim und Murnau verbrachte, war für die Stadtplanung in der Stadtmitte zuständig, „das sind auch Themen, die in Landsberg aktuell sind, Entwicklung von Wohnquartieren, zeitgemäßes Weiterbauen und verträgliche Nachverdichtung.“ Weitere Parallelen: „In den Stadtvierteln Au und Haidhausen haben wir auch die Konstellation mit dem Fluss und dem Hochufer und das Thema Denkmalschutz spielt eine große Rolle.“ 

In Landsberg findet Weber eigener Auskunft zufolge ein teilweise bereits bestelltes Feld vor. „Es sind sehr gute Grundlagen da, es ist alles erarbeitet, auch mit den notwendigen Gutachten, man kann jetzt loslegen.“ Dabei ist teilweise durchaus Eile geboten, wie ihr künftiger Chef weiß. „An einigen Ecken brennt es durchaus. Wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum, auch dass wir eine Unterkunft für Obdachlose bauen, ist wohl Konsens“, so Mathias Neuner. 

Als weitere Entwicklungsfelder skizziert er das Programm „Soziale Stadt“, den Europan-Wettbewerb und das große Konversionsprojekt am Papierbach. Auch, wenn noch nicht klar ist, wann Birgit Weber ihre Stelle antreten kann (Neuner: „Wegen mir sofort, aber es wird wohl irgendwann im Sommer sein“), signalisiert der Verwaltungschef, dass er die Entscheidung des Stadtrates für gelungen hält. „Das ist eine hervorragende Wahl, mit der ich persönlich sehr zufrieden bin. Ich bin mir sicher, dass Birgit Weber die Stadt Landsberg konstruktiv weiterbringen wird.“

Christoph Kruse

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