Blankes Entsetzen im TSV-Lager – Landesliga Süd: Landsberg rutscht immer weiter ab

ANG DANNER, Landsberg – Enttäuschung und Niedergeschlagenheit bei den Spielern, blankes Entsetzen bei den Verantwortlichen und Ärger bei den Zuschauern – so das ernüch­- ternde Fazit nach dem jüngsten Heimspiel des TSV Landsberg. Die Mannschaft kassierte durch ein 1:3 gegen den FC Pipinsried ihre fünfte Niederlage in Folge und rutscht jetzt immer tiefer in die abstiegsbedrohte Zone.

Trainer Jochen Frankl musste am 19. Spieltag der Landesliga Süd neben dem verletzten Patrick Starker auch auf den gesperrten Stefan Strohhofer verzichten. Ein massives Handicap, das sich natürlich auf das gesamte TSV-Angriffsspiel auswirken sollte. Zwar bot sich schon in der 6. Minute die erste zwingende Torchance für die Landsberger durch Andreas Roessle, doch bereits ab diesem frühen Zeitpunkt schien es, als sei die Mannschaft gar nicht auf dem Spielfeld anwesend. Selbst die ansonsten so routinierten und abgeklärten Spieler Bastian Mayr, Elmin Korora, Michael Bugdoll, Arek Wochnik und Sebastian Bonfert fanden nicht zu ihrem gewohnten Rhythmus und leisteten sich unnötige Fehler am laufenden Band. Über weite Strecken konnte man sich an diesem Nachmittag des Eindrucks nicht erwehren, als stünden sich in dieser Partie sprichwörtlich das Häs­chen und die Schlange gegen­über. Nicht etwa der FC Pipinsried war das Problem, sondern vielmehr das mangelnde Selbstvertrauen gepaart mit der Angst einen folgenschweren Fehler zu begehen hinderten die Spieler daran, konzentriert und selbstsicher ans Werk zu gehen. Die 1:0-Führung für die Gäste resultierte ebenfalls aus einem Abwehrfehler. Bastian Mayr konnte den Ball in der 25. Minute nicht weit genug aus dem eigenen Sechzehner befördern und Dominik Schön vom FC Pipinsried bedankte sich dafür auf seine Weise. Er hämmerte das Leder von der Strafraumkante unhaltbar für Markus Obermeyer direkt in den Winkel. Ins eigene Tor In der Folgezeit wurde die Frankl-Truppe mit zahlreichen Angriffswellen der Gäste konfrontiert und konnte eigentlich froh sein, dass auch die Chancenverwertung des FC Pipinsried zu wünschen übrig ließ. In der 40. Minute war es wiederum Dominik Schön, der plötzlich allein vor TSV-Keeper Obermayer auftauchte und das Leder zum 2:0 für seine Elf in die Maschen beförderte. Quasi mit dem Halbzeitpfiff keimte für Landsberg kurzzeitig ein wenig Hoffnung auf, als Gästetorwart Marco Kleindienst einen weiten Freistoß von Sebastian Mayr unterlaufen hatte und den Ball auf kuriose Art zum 1:2 Pausenstand ins eigene Tor faustete. Im ersten Spielabschnitt hatten die Lechstädter kein Glück und dann kam in der zweiten Halbzeit auch noch das Pech hinzu. Außer zwei Pfostenschüssen und ein paar harmlosen Entlastungsangriffen hatte der TSV dem clever agierenden FC Pipinsried nichts mehr entgegenzusetzen. Die Gäste aus dem Dachauer Hinterland starteten aus einer konsequenten Viererkette heraus ihre gefährlichen Konterangriffe und landeten am Ende einen glücklichen aber nicht unverdienten Sieg. Spiel der Schlusslichter Den Schlusspunkt auf diesen völlig verkorksten TSV-Auftritt setzte schließlich Alexander Schiller, der durch seinen Treffer zum 1:3 (93. Minute) für den FC Pipinsried die fünfte Niederlage des TSV Landsberg in Folge besiegelte. Das nächste Auswärtsspiel bestreitet der TSV Landsberg am kommenden Samstag um 14 Uhr gegen den Tabellenvorletzten TSV Eching.

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