Im Zeichen des Marschierens

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Die Führungsriege des Blasmusikbezirks Lech-Ammersee (hinten v. links): Jugendleiter Gerhard Böck, Geschäftsführer Michael Herz, Jugendsprecherin Elisabeth Prinz, Jugendgeschäftsführer Norbert Lehner, Bezirksleiter Bernhard Weinberger und Bezirksdirigent Andreas Grandl sowie (vorne v. links) Schriftführern Melanie Schmidt und die stellvertretende Jugendsprecherin Birgit Steger.

Eresing – 58 Vertreter aus 31 Musikkapellen des Bezirksverbandes Lech-Ammersee haben sich kürzlich im Gasthaus Widmann zur Bezirksversammlung getroffen. In den Berichten der Vorstandsmitglieder waren das 60-jährige Jubiläum des Blasmusikbezirks Lech-Ammersee und bevorstehende Veranstaltungen und Projekte die zentralen Themen.

Als einer von 13 Bezirken im Musikbund von Ober- und Niederbayern (MON) feiert der kleine aber sehr aktive Bezirk Lech-Ammersee heuer seinen 60. Geburtstag. Damit ist er nur zwei Jahre jünger als sein Dachverband MON. Schon 1955 also waren die Blasmusiker im Landkreis Landsberg recht umtriebig und aktiv – und das sind sie heute noch: Neben den vielen eigenen Festen und Auftritten, die die Kapellen an Lech und Ammersee so bestreiten, unterziehen sie sich den Wertungsspielen und Wettbewerben auf Bezirksebene, feiern Bezirksmusikfeste, richten ein Gemeinschaftskonzert der Jugendkapellen aus, spielen im anspruchsvollen Bezirksjugendorchester und besuchen Fortbildungen.

Im Jubiläumsjahr wird ein Wertungsspiel der besonderen Art stattfinden: „Nirgends sonst werden wir Kapellen von der Öffentlichkeit so stark wahrgenommen, wie beim Marschieren“, erklärte Bezirksleiter Bern- hard Weinberger. „Daher steht unser Jubiläumsjahr im Zeichen des Marschierens. Im Rahmen des 35. Geburtstages des Jugendmusikvereins Pürgen am 20. Juni richtet der Bezirksverband ein Marschmusik-Wertungsspiel aus.“

Am Nachmittag werden die teilnehmenden Musikkapellen vor einer fachkundigen Jury eine vorgegebene Route marschieren und dazu musizieren. Damit sich die Kapellen optimal präsentieren können, organisierte Bezirksdirigent Andreas Grandl für April sogar eine „Marschmusik“-Fortbildung mit Franz Haidu, dem MON-Referenten für Marschmusik.

Das Jubiläum selbst feiere der Bezirksverband dann im Herbst im Rahmen eines Kirchenkonzerts mit Gottesdienst und Em­pfang in Landsberg, so Weinberger. Musikalisch gestaltet werde die Feier vom Bezirksjugendorchester Lech-Ammersee. Seit 2012 musizieren hier engagierte junge Musiker unter Thomas Kindls Leitung auf beachtlichem Niveau.

Bezirksjugendleiter Gerhard Böck warb besonders für einen Besuch des bayernweiten Landesentscheides des Solo-/Duo-Wettbewerbs in Sankt Ottilien: Kürzlich durften hier vier talentierte Solisten den Bezirk Lech-Ammersee (Landsberg, Denklingen, Kaufering und Pflugdorf-Stadl) vertreten.

Eine erfreuliche Entwicklung beobachtete Böck auch bei den Ergebnissen der Prüfungen zum Musikerleitungsabzeichen, die der Bezirk jährlich zweimal anbietet. 138 von 150 Prüflingen konnten ihre Urkunde und ein Musikerleistungsabzeichen in Bronze oder Silber in Empfang nehmen.

Einen Jugendaustausch zwischen einem polnischen Orchester und dem Bezirksjugendorchester Lech-Ammersee im vergangenen Jahr ließ Bezirksjugendsprecherin Elisabeth Prinz revue passieren. Einmal mehr zeigte die Musikerjugend ihr unermüdliches Engagement wenn es darum ging, einen mehrtägigen Aufenthalt der Gastkapelle zu organisieren – von Unterkunft über Verköstigung bis hin zum Freizeitprogramm. Im Gegenzug bestritt das Bezirksjugendorchester dann zahlreiche Auftritte in Polen und erspielte sich beim Wertungsspiel sogar noch einen Pokal.

Nachdem Nicole Arnold ihr Amt als Schriftführerin aus persönlichen Gründen vorzeitig niederlegte, wählten die Versammlungsmitglieder die 24-jährige Erzieherin Melanie Schmidt, Flötistin aus Türkenfeld, einstimmig zur neuen Bezirksschriftführerin. Mit dem Jubiläumsjahr wird Schmidt gleich eine besondere Aufgabe meistern, der sie fröhlich und überaus motiviert entgegentritt.

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