Wo bleibt das Taxi?

Über sechs Stellplätze können Landsbergs Taxiunternehmen derzeit auf dem Hauptplatz verfügen. Foto: Schwaiger

Eine Woche vor dem Bürgerentscheid haben auch die Landsberger Taxifah­rer das Thema Hauptplatzumbau für sich entdeckt. In einer gemeinsamen Presseer­klärung bemängeln sie eine aus ihrer Sicht „bürgerunfreundliche“ Planung. Mehr noch: „Nach dem Wunsch der Stadt sollen die Taxen aus der Innenstadt verschwinden.“ Deshalb fordern sie mindestens sechs Taxi-Stellplätze sowie weiterhin freie Fahrt in der Fußgängerzone Ludwigstraße, in der Herzog-Ernst-Straße und in der Salzgasse.

Über allerlei wichtige Dinge hätten sich die Gremien bei der Umbauplanung den Kopf zerbrochen, doch der Taxi-Stand am Hauptplatz als Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs sei nicht, beziehungsweise nur ungenügend berücksichtigt worden. „Das ist nicht tragbar“, sagt Bernd Schmid, Obmann der Landsberger Taxi-Interessengemeinschaft. Wenn eine Bushaltestelle in der Stadtmitte als selbstverständlich angesehen werde, dann müsse das auch für einen Taxi-Stand mit sechs bis acht Stellplätzen gelten. Die aktuelle Hauptplatzplanung nach dem Entwurf des Büros lohrer.hochrein sieht zwei Stände im Bereich des Ärztehauses vor. Das geht nach Ansicht von Obmann Schmid und seiner zehn Mitstreiter „weit am Bedarf vorbei“. OB Ingo Lehmann (SPD) hält die vorgesehenen zwei bis vier Plätze auf dem Hauptplatz für realistisch. Jede Taxi-Stellfläche mehr ginge „zu Lasten anderer Dinge“, warnt er. Durchaus möglich wäre eine Erweiterung des Taxistandes am Bahnhof, so dass die Fahrzeuge dann an den Hauptplatz nachrücken könnten. Außerdem könne man im Zuge der Feinplanung ja noch über einen Taxistand in der Herzog-Ernst-Straße nachdenken. Schmid&Co. gefallen die Vorschläge des Stadtoberhauptes absolut nicht. „Der Hauptplatz ist der zentrale Knotenpunkt, von hier aus können die Taxen in alle Himmelsrichtungen ohne große Umwege und lange Fahrzeiten ihre Ziele erreichen – Bedarf steigend.“

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