Blitzer ab 1. Januar – Anwohner aufgepasst: Radarkontrollen auf B17 und in Fuchstal

Autofahrer aufgepasst: Wer künftig durchs Fuchstal fährt, tut gut daran, seine Geschwindigkeit zu zügeln. Denn ab dem 1. Januar 2009 will die Gemeinde wieder regelmäßig blitzen.

Die Radarkontrollen werden im gesamten Gemeindegebiet durchgeführt, wie Bürgermeister Erwin Karg unserer Zeitung gegenüber ankündigte – also sowohl auf der Bundesstraße 17 und den Gemeindeverbindungsstraßen als auch innerorts. Insbesondere wolle man auch an Gefahrenstellen, also vor den Schulen und dem Kindergarten, den Verkehr überwachen, erklärte Karg. Die Gemeinde will sich nicht nur auf wenige Messpunkte beschränken: „Wenn man sich durch Fuchstal bewegt, soll man sich einfach an die Verkehrsbeschränkungen halten“, wünscht sich der Bürgermeister. Fuchstal gehört seit November dem „Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Oberland“ an. Wie Karg sagte, sei die Kommune in der glücklichen Lage gewesen, dass sie für ihre Mitgliedschaft keine Aufnahmegebühr mehr zahlen musste, da der Zweckverband inzwischen so großen Zulauf verzeichne. Vor einiger Zeit mussten neue Mitglieder noch eine Anschubfinanzierung leisten. „In Fuchstal gibt es fast keine Straße, wo nicht gerast wird“, nannte Karg den Grund dafür, dass die Gemeinde in den Zweckverband eingetreten ist und mittels diesem Geschwindigkeitsmessungen durchführen möchte. Zehn Stunden im Monat sollen Fuchstals Straßen künftig überwacht werden, so Karg. Lediglich bei schlechten Straßenverhältnissen im Winter, wenn sowieso langsam gefahren werde, sollen die Messungen eingeschränkt werden. Die Stellen, an denen künftig geblitzt wird, wurden vorab mit der Polizei abgesprochen: Damit will die Kommune sicherstellen, dass die Messpunkte auch zulässig sind und die Raser auch wirklich nicht umhin könnten, ihre Bußgeldbescheide zu bezahlen. Karg geht nun davon aus, dass 99 Prozent der Fahrer, die mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt werden, schließlich auch die Summe begleichen müssten, die Ihnen in Rechnung gestellt wird. Indes sind die flächendeckenden Tempo-30-Zonen, über die die Gemeinde nachgedacht hatte, vom Tisch. Diese werden nicht mehr als unbedingt nötig erachtet. So ist bei einer Messung im Hartwiesenweg herausgekommen, dass die meisten dort mit 30 oder 40 Stundenkilometern unterwegs seien – der Schnellste fuhr mit Tempo 60. Bei zukünftigen Hinweisen von Bürgern, dass in Wohngebieten zu schnell gefahren werde, soll das Geschwindigkeitsmessgerät eingesetzt werden, dass die Gemeinde angeschafft hat. Hierbei handelt es sich um eine Anzeigevorrichtung (kein Radargerät!), die dem Fahrer in Leuchtzahlen vor Augen hält, wie schnell er fährt, und außerdem die Messgeschwindigkeiten aufzeichnet. Mit diesem Messgerät soll dann überprüft werden, wie schnell in den betreffenden Gebieten tatsächlich gefahren werde.

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