Bessere Fahrt für Radler

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Die drei Zentimeter hohen Bordsteine am neuen Radweg zwischen Igling und Kaufering, stellten für Fahrradfahrer ein Hindernis dar. Nun werden sie nachträglich abgeflacht.

Landkreis – Gute Nachricht für Radler: Die Bordsteinkanten am neuen Radweg zwischen Igling und Kaufering werden so abgeschrägt, dass sie kein Hindernis mehr darstellen. Zum Schutz von Blinden und Sehbehinderten wird stattdessen ein sogenanntes Aufmerksamkeitsfeld eingebaut.

Wie berichtet, hatte der Landkreis bei der Errichtung des Radwegs jeweils an den einmündenden Straßen drei Zentimeter hohe Bordsteine eingebaut. Ausgerechnet den Hauptnutzern, den Radfahrern nämlich, hätten diese Kanten jedoch das Vorwärtskommen erschwert. Der ADFC Kreisverband forderte daraufhin eine Gestaltung des Weges auf der Grundlage der „Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen“ der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Demnach sollten auf der Strecke blindengerechte taktile Platten eingebaut und die Bordsteine dafür auf null Zentimeter abgesenkt werden.

Von der Obersten Baubehörde des bayerischen Innenministeriums gab es nun grünes Licht für diese Ausführung. Und auch die Unfallkommission des Landkreises, bestehend aus Polizei, Verkehrsbehörde und Straßenbaulastträger, kam nach Abwägung aller Interessen zu dem Schluss, dass eine Bordsteinhöhe von drei Zentimetern die Nutzung des Radweges unverhältnismäßig einschränke.

Nun sollen die bereits eingebauten Granitsteine schräg geschnitten und die Kanten somit abgeflacht werden. Die Kosten dafür werden laut Wolfgang Müller, dem Sprecher des Landratsamts, derzeit noch ermittelt. Sie dürften sich aber „im niedrigen vierstelligen Bereich“ bewegen. Für Blinde werden zusätzlich ertastbare Pflastersteine eingebaut, die auf Einmündungen aufmerksam machen. Eröffnet werden soll der Radweg Ende September.

Ulrike Osman

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