BRK investiert im Frauenwald

Katastrophenschutzhalle mit Untermietern

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Vorsitzender Alex Dorow (rechts) legte den Grundstein für die zukünftige BRK-Halle. Unterstützt wurde er von (weiter von rechts) OB Mathias Neuner, Landrat Thomas Eichinger, Geschäftsführer des Blutspendedienstes Dr. Franz Weinauer, Kreisbereitschaftsleiter Markus Wegele, Projektleiter Peter Zeitler, Bauleiter Bernd Karl und Kreisgeschäftsführer Andreas Lehner und Mario Jahrstorfer.

Landkreis/Landsberg – Das Gewerbegebiet Frauenwald hat einen neuen Bewohner: Nach über zwei Jahren Planung wurde am Freitag unter zünftiger musikalischer Begleitung der Blaskapelle Lechrain der Grundstein zur Katastrophenschutzhalle des Roten Kreuzes Landsberg gelegt. Das Gelände umfasst gut 4.500 Quadratmeter, ein Viertel davon beansprucht die Halle selbst. „Vorerst können wir das noch freie Reservegelände für Übungen nutzen“, plant Kreisgeschäftsführer Andreas Lehner. Ein zweites Gebäude schließt er nicht aus.

So ein Neubau sei nur alle 20, 30 Jahre möglich, beteuert Lehner. Alle drei früheren Geschäftsführer hätten „ihre“ Grundsteinlegung gehabt, für ihn und Alex Dorow, Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes, sei es nun die erste. Lehner bedankte sich bei den vielen Hauptamtlichen, die seine Aufgaben übernommen hätten, wenn er auf der Baustelle sein musste: „Aber ganz ehrlich, teilweise war das hier auch sehr spannend.“

Um dem Roten Kreuz die Investition etwas zu versüßen, sind zwei Mieter mit an Bord: Der erste ist der Blutspendedienst des BRK, der zwei seiner vier Teams von Augsburg in die Lechstadt abzieht. „Durch diese Verlegung haben wir weitaus kürzere Wege zu Gebieten, in denen wir tätig sind“, erklärte Dr. Franz Weinauer, Geschäftsführer des Blutspendedienstes. Der zweite „Mieter“ ist der Landkreis: Von den 2,11 Millionen Euro Investitionssumme übernimmt er 200.000 Euro und wird dafür zwei „Abrollbehälter“ der Feuerwehr in der Fahrzeughalle unterstellen. Dahinter verbergen sich transportierbare Container, in denen die Katastrophenschutz-Ausrüstung zur Notfallversorgung von jeweils 500 Personen untergebracht ist. Landrat Thomas Eichinger ist zufrieden: „Der Landkreis hat sich sozusagen mit einer einmaligen Miete in die Halle eingekauft.“

Der Rest der Halle werde für Lager, Büro- und Ausbildungsräume sowie für das Jugendrotkreuz gebraucht, zählte Dorow auf. Der Termin für die Fertigstellung sei „schon sportlich: Die Räume für den Blutspendedienst sollen bis September fertig sein, der Rest dann Ende November“. Insgesamt sei das Projekt eine große Investition, die nur dank „gutem wirtschaftlichen Gespür und der Tätigkeit der zahlreichen Ehrenamtlichen möglich ist.“ Dorow dankte auch Bauleiter Bernd Karl und Projektleiter Peter Zeitler: „Am Anfang stand da ein riesiger Berg von Aufgaben, der durch Sie immer kleiner wurde.“

Ein weiterer Dank des Vorstands galt der Stadt für das Gelände, das der BRK für gut 400.000 Euro erwerben konnte. „Wir nehmen nicht jeden Bewerber“, betonte Oberbürgermeister Mathias Neuner, aber „die Diskussion mit dem BRK ging sehr schnell.“ Der Stadt sei es wichtig, dass nicht nur Lagerhallen im Frauenwald entstünden: „Das BRK schafft hier 14 neue Arbeitsplätze.“

In den Grundmauern der Katastrophenschutzhalle wurde die obligatorische Metallkassette versenkt. Darin befindet sich neben einer Tageszeitung und einer Liste der beteiligten Personen auch noch ein BRK-Artefakt, den das digitale Zeitalter verdrängt hat: Ein Analogfunkgerät zeugt von vergangener Technik.

Susanne Greiner

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