Am Brunnen vorm Gymnasium

Ideen für „eine bessere Schule“ sind am Dienstag in der Aula des Ammersee-Gymnasiums in einer Ausstellung vorgestellt worden. Dabei waren von Schülern entworfene Modelle zur Gestaltung der Außenanlagen der Schule zu sehen, die bei einem Kunstprojekt entstanden. Bei der Ausstellungseröffnung, klärte Professor Dr. Johannes Kirschenmann von der Akademie der Bildenden Künste in Münchenund über das Kunstprojekt auf, anschließend referierten Robert Kessler und Schüler der zehnten Klassen über das Thema „Das Kunstwerk als Soziale Plastik“.

Für die Modelle haben sich Jungen und Mädchen von der fünften bis zur zehnten Klasse ein halbes Jahr lang mit Gestaltung des Außenbereichs der Schule befasst. Sie sollten dabei „handeln und gestalten im öffentlichen Raum“ lernen. Das Ziel hieß: eine „soziale Plastik“ zu entwerfen. Sozial bedeutet, dass mit der Gemeinde, Künstlern und Architekten und Handwerkern zusammenarbeiten. Plastik meint hier, Objekte im öffentlichen Raum zu gestalten. Am Anfang stand die Arbeit des Künstlers Robert Kessler, der Schülern, Lehrern, der Schulleitung und Eltern nach ihren Vorstellungen zu den Außenanlagen des Gymnasiums befragte. Die so gesammelten Themen stellte Kessler der Schulgemeinschaft zur Diskussion. Hieraus wurden dann im Verlauf der Projektarbeit Schwerpunkte für die Gestaltung entwickelt, die auch praktische Verbesserungen des Schulgeländes beinhalten sollten. Dieses Impulse für neue Außenanlagen entwickelten die Kinder und Jugendlichen mit den Kunstlehrern weiter zu Ideen. Zunächst wurde gezeichnet, später gestalteten die Schüler mit verschiedenen Materialien dann die ersten Modelle. Wichtig war den jungen „Künstlern und Landschaftsarchitekten“ dabei, wo es Ruheplätze oder Orte zur Kommunikation geben kann und wie die eine bessere Schule plastisch dargestellt werden kann. Brunnen, Wellen und Schach Aus den Entwürfen wurden drei Favoriten aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen ausgewählt. Das Schulforum entschied sich für eine Kombination aus einer interaktiven Brunnenanlage, einem Schachspielplatz und großen Liegewellen zum Entspannen. Der Brunnen ist interaktiv, weil der Wasserfluss gesteuert werden kann – eine Schale kann gefüllt und überfüllt werden, sodass sie sinkt. Wie bei einer Wippe kann die Schale, indem sich ein Schüler auf den Sitzbereich der Anlage setzt, belastet werden und so wieder aus dem Wasser gehoben werden. „In Verbindung mit dem Platz zum Schach spielen, den Wellen zum Liegen und einer Schatten spendenden Baumbepflanzung wurde ein langfristig attraktiver Kulturplatz mit Symbolcharakter entworfen“, heißt es von der Schule. Hinter dem Projekt stehen bayerische Kunstlehrer, die Kunstakademie und die Architektenkammer München, auch als „transform 2: community“ bekannt. Die Kunstlehrer Dorothea Mahr und Burkhard Niesel hatten sich dafür eingesetzt, dass das Projekt einer „sozialen Plastik“.für die Außenanlagen des Ammersee-Gymnasiums gestartet wurde und von der Sparkasse Landsberg-Dießen gestiftetes Geld in das Projekt flossen.

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