Urbanes Leben im Fokus

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Sehr gut besucht war die jüngste Ausstellung zu den Entwicklungen des Projekts „Urbanes Leben am Papierbach“. Die zahlreichen Visualisierungen, insbesondere die mit der Altstadt im Hintergrund (Foto), stießen bei den Besuchern großes Interesse.

Landsberg – Das Interesse an den Fortschritten des Projekts Pflugfabrik ist nach wie vor ungebrochen. Zu diesem Schluss kommen die Vertreter der „Bürgerbeteiligung Landsberg“ nach der sehr gut besuchten Ausstellung im Rathaus.

Kurz vor Schluss der Auslegung (bis 20. September) des aktuellen Bebauungsplanes hatte die „Bürgergruppe Urbanes Leben am Papierbach“ zur Ausstellung in den neuen Sitzungssaal geladen. Gezeigt wurden am vorvergangenen Wochenende der aktuelle Stand der Planungen zum Bauvorhaben auf dem Areal der alten Pflugfabrik.

Mit dem neuen Bebauungsplan, dem aktuellen Plan des Architekturbüros MorphoLogic und einer Reihe von Visualisierungen des Geländes konnte man wenig erkennen konnte, wie das Urbane Leben am Papierbach einmal aussehen könnte. „Besonders umlagert von den Besuchern der Ausstellung war die beeindruckende Visualisierung des Geländes mit der Altstadt Landsbergs im Hintergrund“, berichtet Bernd Schwarz, 2. Vorsitzender des Vereins „Bürgerbeteiligung Landsberg“. 494 Besucher fanden den Weg in die Ausstellung, „sehr viel mehr als zuerst gedacht“, so Schwarz. Dies sei sicher auch der Langen Kunstnacht am Samstag geschuldet, denn von 20 bis 22.30 Uhr sei der Sitzungssaal enorm gefüllt.

Immerhin 99 bearbeitete Fragebögen hinterließ das interessierte Publikum. Damit will die Bürgergruppe in Erfahrung bringen, wie zufrieden die Lechstädter mit dem Stand der Dinge, den Ergebnissen, sind. „Ergebnisse, bei denen auch die Ideen, Wünsche und Bedenken der Bürger eingeflossen sind“, beton Schwarz.

Die Auswertung der Fragebogen-Aktion ist noch im Gange. Es zeichne sich aber bereits ab, dass die nun geplante Führung des Lechstegs und als Anbindung des westlichen Lechufers an die Altstadt die „besten Noten“ bekommen habe. Die angebotenen Nutzungsarten der Gebäude im Areal der ehemaligen Pflugfabrik würden durchweg mit „Gut“ beurteilt, Städtebau und Baugestaltung als „Akzeptabel“ mit der deutlichen Tendenz zu „Gut“, ebenso wie das Thema Freiflächen (Grün­flächen, Wasserläufe).

Gleichwohl bleiben kritische Betrachtungen nicht aus. So räumt Schwarz offen ein, dass, bedingt durch die Visualisierungen, einige Bürger die Sorge einer zu geringen Vielfalt in der Gestaltung der neuen Gebäude hatten. Und das Thema Verkehr im und rund um das Gelände werde am kritischsten gesehen. „Dieses Bild zeigt sich sowohl bei den anzukreuzenden Fragen als auch bei den vielen Einzelnennungen der engagierten Bürger ab“.

Insgesamt sei die „Bürgergruppe Urbanes Leben am Papierbach“ mit dem Ergebnis der Umfrage und der Akzeptanz der Ausstellung „sehr zufrieden“. Und: Der Bürgergruppe selbst sei durchweg ein „sehr gut“ für deren Arbeit und Engagement attestiert worden.

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