"Nachdreh" zum Nachschlag

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Beim Feuerwehrhaus-Anbau den Durchblick bewahren: Das soll trotz der Kostenmehrung gewährleistet sein.

Fuchstal – Zum Nachschlag, sprich zur Kostenmehrung beim Anbau am Feuerwehrgerätehaus in Leeder (der KREISBOTE berichtete), gab es jetzt einen „Nachdreh“ im Gemeinderat. Bürgermeister Erwin Karg, der bei der Sitzung im September verhindert war, bezog nun im Oktober Position im Gremium. Der Anbau sei „einwandfrei gemacht worden“, kommentierte der Rathauschef und ergänzte: „Ich sag Danke bei den Feuerwehrleuten“. Diese hätten 1.075 freiwillige Stunden eingebracht.

Im Übrigen sei bei der Kostenmehrung nicht davon auszugehen, dass es eine Erhöhung von 40.000 auf 60.000 Euro gegeben habe. Richtig sei vielmehr ein Betrag von zirka 52.000 Euro. Die Asphaltierung der Fläche im Hof stünde nicht direkt im Zusammenhang mit dem Anbau, wo jetzt der Oldtimer Magirus Deutz aus dem Jahr 1957 untergebracht ist, wo zudem das Geschirrspülmobil der Gemeinde Platz hat sowie oben Lagerflächen für den Bauhof zur Verfügung stehen.

Bürgermeister Karg erklärte vor den Gemeinderäten, es sei von Anfang an klar gewesen, dass der Anbau für 40.000 Euro nicht zu realisieren gewesen wäre. Auch bezog er Stellung dazu, dass sich Gemeinderat Anton Weinholzner in der September-Sitzung am Vermerk „Abholung“ gestört hat. Dieser wollte genau wissen, was denn benötigt wurde. Karg sagte, die Firma, wo die Abholung erfolgte, sei in der Auflistung immer vermerkt gewesen.

Anton Weinholzner rechtfertigte sein Nachhaken im September: „Er möchte wissen, wofür Steuergelder hergenommen werden.“ Der lapidare Vermerk Abholung sei „kein Geschäftsgebaren“, vertrat Weinholzner seinen Standpunkt. Man solle dazuschreiben, was benötigt wurde. Gemeinderat Franz Kößl verdeutlichte: Die Leistung der Feuerwehr „ist unbestritten“ – dies werde mit Nachfragen aus dem Gemeinderat keinesfalls in Frage gestellt.

Gemeinderat Johannes Wolffhardt, der von Beruf Architekt ist und für den Betrag von tausend Euro (laut Bürgermeister Karg würde ein fest beauftragter Architekt dafür 10.000 Euro abrechnen) anfangs den Plan entworfen hatte, sah im Nachhinein durchaus die Notwendigkeit, dass aufgrund mehrerer Änderungen im Bauvorhaben – z.B. beim Verlegen der Wasserleitung und beim Vergrößern der Fenster – ein Gemeinderatsbeschluss während der Bauphase schon richtig gewesen wäre.

Dr. Walter Reitler, der schon auf der letzten Sitzung im September eine rechtzeitige Information an den Gemeinderat für gut hielt und ein Controlling verlangte, blieb bei seiner Bewertung. Er sprach nach wie vor von einer „deutlichen Überschreitung“ der Kosten.

Johanns Jais

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