Charakter bewahrt

Stattliche Villen prägen das Gebiet zwischen See- und Pfitznerstraße. Dieses Ortsbild soll durch de Bebauungsplan „Pfitznerstraße-Ost“ gewahrt werden. Foto: Nagl

Der Bebauungsplan „Pfitznerstraße-Ost“ begleitet den Schondorfer Gemeinderat schon seit geraumer Zeit. In der jüngsten Sitzung des Gremiums kam es erneut zu einer wesentlichen Festsetzung, die den parkartigen Charakter des Villenviertels auch in Zukunft gewährleisten soll. Mit 9:6 Stimmen sprach man sich dafür aus, auf dem südlichen Gelände zwei großen Baukörpern den Vorzug gegenüber einer größeren Anzahl kleinerer Gebäude zu geben.

Die 1,7 Hektar große, seenahe Fläche ist in zwei unterschiedliche Areale unterteilt. Der neue Bebauungsplan soll die bauliche Nutzung und Nachverdichtung zwischen Bahnhofs- See- und Pfitznerstraße ordnen. Während die Bebauung im nördlichen Bereich schon geregelt wurde, stellte Stadtplanerin Dana Gerber vom Planungsverband dem Gremium nun eine weitere Entwicklungsvariante für den südlichen Bereich vor. Einige Grundstücke sind unbebaut, auf anderen befinden sich Villen aus dem 19. und 20. Jahrhundert sowie ein renovierungsbedürftiges Kleinbauernhaus. Deshalb wären, so der Vorschlag Gerbers, anstelle von zwei großen Baukörpern auch vier kleinere denkbar. Damit soll der Absicht des Eigentümers des Söldenhauses Rechnung getragen werden, der ein weiteres Haus an der Pfitznerstraße bauen und zugleich den Altbestand erhalten möchte. „Ich finde das passt besser hierher. Außerdem entsteht dann zur Seeseite kein zu hohes Gebäude“, kommentierte Peter Wittmaack (SPD) den Vorschlag Gerbers. Ebenso wie Thomas Betz (CSU) schloss sich auch Marlene Orban (SPD) der Einschätzung des Bürgermeisters an. Andere Aspekte führte dagegen Andreas Dohm ins Feld (FW). Er favorisierte eine „einzeilige Bebauung mit größeren Baukörpern, die den Villencharakter erhält.“ Auch die Planerin hatte den Gemeinderat darauf hingewiesen, dass mehrere Kleinbauten auch zwangsläufig mehr Garagen und Zuwegungen nach sich ziehen würden. Dies setze wiederum voraus, dass mehr Bäume gefällt werden müssten. Das gefiel auch Helga Gall (Grüne) nicht, die sich deswegen für eine Bebauung mit größeren Baukörpern aussprach, während Thomas Eichinger (CSU) den Sinn einer Aufsplittung grundsätzlich hinterfragte, denn schließlich sei die Erhaltung des Gebietscharakters das oberste Ziel. Das könne nur mit der ersten Variante gewährleistet werden. Kurt Bergmaier (FWS) plädierte schließlich für eine dritte Variante: Besonders charakteristisch sei es, eine Villa und ein kleines Haus zu haben. Das Maß der Bebauung könne schon festgelegt sein, aber ansonsten sollte es am besten keine Vorgaben geben. Im Übrigen sei der Rest durch die bayerische Bauordnung geregelt, betonte Bergmaier.

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