Wiedersehen nach vier Jahren

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Raubkatzennummern sind umstritten. Das weiß man auch beim Circus Krone. Doch den Tieren gehe es gut, sind die Verantwortlichen überzeugt. Sie wehren sich gegen die vermehrte, in ihren Augen voreilige, Kritik. Anfang September gastiert der Zirkus in Landsberg.

Landsberg – Vier Jahre ist es her, dass der Circus Krone letztmals in Landsberg gastierte. Nun ist es wieder soweit: Vom 2. bis 6. September steht das größte Zirkuszelt der Welt, das Platz für 4.000 Zuschauer bietet, für neun Shows auf der Waitzinger Wiese. Das Programm „Evolution“ umfasst 20 circensische sowie artistische Attraktionen und dauert drei Stunden. Tickets sind in der Geschäftsstelle des KREISBOTE am Rossmarkt 195 erhältlich. Unter unseren Lesern verlosen wir außerdem 10x2 Karten für die Abendpremiere am Freitag, 2. September.

Der Tross, mit dem der Circus Krone nach Landsberg kommt, ist beeindruckend: Fast 400 Menschen aus 19 Ländern, 170 Tiere und 352 Wagen werden rund um das große Zelt im Einsatz sein. Doch: Ist Zirkus überhaupt noch zeitgemäß? Oder haben allgegenwärtige TV-Artisten und anhaltende Kritik an der Haltung von Wildtieren den Zauber verfliegen lassen?

Jedenfalls nicht beim Circus Krone. Da ist sich Markus Strobl, Marketingleiter des Traditionsunternehmens sicher. „Beim Zirkus geht es um Gefühle.“ Der markante Geruch, die unmittelbare Nähe zu den Artisten und Tieren – dieser Charme ziehe die Menschen immer noch in Bann.

Vier Jahre lang ist „Evolution“ auf Zelt-Tournee, 54 Artisten aus 14 Nationen sind dabei. Einige davon dekoriert mit dem Preis des Circusfestivals von Monte Carlo, „dem Zirkus-Oscar“, wie Strobl erklärt. Bei der Auswahl dieser Show-Acts stehe Gefühl im Vordergrund. „Crazy Wilson“ ist beispielsweise mit von der Partie, der auf einem riesigen fliegenden Motorrad in luftiger Höhe bei 120 Stundenkilometern einen Salto Mortale auf dem Außenrad wagt. Oder Clown „Fumagalli“, die „Legende des Lachens“. Auch Tiernummern sind und bleiben fester Bestandteil. Rund 170 Tiere wirken in „Evolution“ mit. Dass vor allem deren Haltung und die Auftritte nicht unumstritten sind, ist Strobl bewusst.

„Man kann nicht alles über einen Kamm scheren“ und damit Versäumnisse anderer auf den Circus Krone übertragen, sagt er im Gespräch mit dem KREISBOTE immer wieder. Die Krone-Tiere erfreuten sich bester Gesundheit, sämtliche gesetzlichen Vorgaben würden eingehalten. Darüber hinaus erlaube und fördere man die wissenschaftliche Untersuchung zu ihrem Zustand und Bedürfnissen. Mit dem Ergebnis, dass die Tiere keinerlei Stress oder anderweitigen Unbillen ausgesetzt seien. Gallionsfigur ist hier Martin Lacey, verantwortlich für die Raubkatzennummer und Schwiegersohn der Grande Dame des Circus Krone, Geschäftsführerin Christel Sembach-Krone. Er engagiert sich dafür, kritischen Stimmen seine eigene Überzeugung entgegen zu stellen. Geführte Einblicke in die Tierhaltung und Dressur seien jederzeit möglich. Außerdem ist der Besuch des Krone-Zoos am 2. September zwischen 10 und 13 Uhr gratis.

Die Vorstellungen in Landsberg beginnen am 2.,3. und 5. September um 15.30 und 20 Uhr, sonntags um 11 und 15 Uhr. Am letzten Tag, den 6. September, steigt die einzige Darbietung um 15.30 Uhr. Karten für die Shows sind in der KREISBOTE-Geschäftsstelle, Rossmarkt 195 in Landsberg, erhältlich. Die Preise liegen zwischen 16 und 42 Euro.

Zum Wiedersehen nach vier Jahren in Landsberg verlost der KREISBOTE 10x2 Karten für die Abendpremiere am 2. September. Wer zu den Gewinnern zählen möchte, sollte schnell auf der Facebook-Seite des KREISBOTEN Landsberg vorbeischauen.

ras

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