Cleveres aus der Lechstadt

Der TSV Landsberg, hier rechts Roland Krötz, bleibt nach dem 3:1-Erfolg gegen Gerolfing weiterhin torhungrig. Fotos: Krivec

Wenn's läuft, dann läuft's – so lässt sich die Erfolgsserie des TSV Landsberg zusammenfassen. Mit einem letztlich klaren 3:1 (2:1) gegen den FC Gerolfing verteidigte man die Tabellenführung in der Landesliga-Südwest und machte dabei einen frühen Rückstand wett. „Wir haben im Moment auch ab und zu ein Quäntchen Glück, aber das haben wir uns hart erarbeitet“, meint Spielertrainer Sven Kresin.

Nur mit Glück kommt man allerdings bekanntlich kaum auf Platz eins und so gibt es durchaus noch ein paar weitere Gründe für die anhaltenden Erfolgserlebnisse. Torhüter Markus Obermayer etwa präsen-tierte sich gegen Gerolfing in ausgezeichneter Form und wurde im Internet gar zum besten Spieler der Partie gekürt. Ohne einige Glanztaten des Keepers hätten die Gäste wohl Punkte mitnehmen können, doch nach der frühen FCG-Führung durch Hoffmann (4.) kamen die Gerolfinger an Obermayer nicht mehr vorbei. Da zeigte sich der TSV effizienter. Nuscheler überwand Gästekeeper Haas zum 1:1 (14.) und Salemovic traf in der 40. Minute zum 2:1. Nicht viel anders das Bild in der zweiten Halbzeit: Gerolfing konnte einige Chancen nicht nutzen, Kresin sorgte per Kopfballtreffer zum 3:1 (57.) für die Entscheidung – da fiel auch nicht mehr ins Gewicht, dass Arek Wochnik zehn Minuten vor Schluss einen Elfmeter verschoss. Dass der Landsberger Sieg unter dem Strich in Ordnung ging, erkannte auch Gästetrainer Torsten Holm an: „Die Landsberger waren cleverer.“ Sven Kresin wird's gerne gehört haben und freut sich über die derzeitige Stärke seiner Truppe. So hat sich der teilweise erzwungene Umbruch vor der Saison im Nachhinein als „absolut positiv“ herausgestellt. „Wir haben gute Charaktere geholt, die Jungs sind in der Lage, Wege zu gehen und sind auch bereit, sich weiter zu verbessern.“ Dazu kommt ein Muriz Salemovic, der in der aktuellen Form der Landesliga seinen Stempel aufdrückt. Kresin aber warnt angesichts der Spitzenposition in der Tabelle nicht auch warnen würde, dass „das eine Momentaufnahme ist. Ich muss den Druck hochhalten und das bedarf immer auch Überzeugungsarbeit.“ Die Gefahr, dass man selbstgefällig wird, schätzt er allerdings als nicht sehr hoch ein. „Die Jungs sind hungrig nach jeder Torchance, die geben sich mit nichts zufrieden“, freut sich Kresin. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) hat man aber einen Gegner, der nur von der Papierform her leicht ist, zuletzt aber aufhorchen ließ: Der VfB Durach gewann überraschend 2:1 in Bobingen und Kresin erinnert sich noch mit Schaudern daran, „wie die uns letztes Jahr geärgert haben. Wir sind gewarnt und werden hoffentlich nicht ins offene Messer laufen.“

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