"Friss den König"

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Aus Cumulo Nimbus heraus wuchs die vierköpfige Band „Zweifingerbreit“, die auch schon ihr Konzertdebüt gab.

Landsberg – Manchmal ergibt sich aus einem „Provisorium“ etwas ganz Eigenes. Dies haben die drei Musiker der Landsberger Kultband Cumulo Nimbus erfahren, denn während der Proben in notgedrungen halber Besetzung entwickelte sich die Formation „Zweifingerbreit“.

„Cumulo Nimbus hat seit 2012 so vor sich hin gedümpelt“, erzählt Gitarrist Erik Müller, „die Besetzungswechsel während der letzten CD-Produktion kostete uns viele Nerven und nach der Tour mit Saltatio Mortis brauchten wir erst einmal Ruhe. Zwischendurch trennten wir uns von unserer Plattenfirma und orga­- nisierten wieder alles selber.“ Dazu kommt noch, dass die einzelnen Bandmitglieder mittlerweile weit voneinander entfernt wohnen, sich die familiäre Situation verändert hat.

„So mussten wir verbliebenen Landsberger zwischendurch zu dritt proben, was allerdings unbefriedigend war, ohne Gesang und den tragenden Melodien. Also hat Matthias wieder angefangen zu singen“, sagt der Gitarrist. Back to the roots, sozusagen. Trotzdem nicht unter dem Namen Cumulo Nimbus, es wurde ein eigenständiges Projekt.

Ein vierter Musiker, Rahman „Rageman“ von Toxic Waltz übernahm den Bass, neue Songideen entstanden. Dann der Videodreh zum aktuellen Song „Friss den König“. „Der Dreh ging über drei Etappen, Regie führte unser Drummer Käptn Köhler. Erst waren wir ja noch zu dritt, da drehten wir im Proberaum. Ab Juni haben wir mit Freunden dann zu viert am Bayertor und an der Stadtmauer gedreht, schließlich wurde das Ganze dann noch nachbearbeitet.“ Seit September ist das Ergebnis im Internet zu sehen, wo es schon zahlreiche Fans gewonnen hat. Ein paar Cumulo-Songs sind noch im Repertoire, die neuen klingen anders, sind „einfacher und recht deftig“, meint Erik Müller. Das Konzertdebüt von „Zweifingerbreit“ fand vor einigen Wochen im Landsberger Jugendzentrum statt, vor begeistertem Publikum, im März werden sie in München auf der Bühne stehen.

„Der Vorteil ist, dass wir alle über jahrelange Live-Erfahrung verfügen. Wir haben wenig Aufwand, aber sehr viel Freude daran. Mal sehen, wo es uns hinführt.“ Ideen haben die vier jedenfalls genug…

Patricia Eckstein

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