Damit die Eishalle schmilzt

Die Organisation ist perfekt: Daniela kümmert sich um die Chill-Out-Area, Sandra macht den Außenbereich, Thomas betreut die Café-Lounge, Christian ist mit seiner Gruppe für den Bühnenaufbau- und abbau zuständig. Es gibt eine Technik-Crew, einen Bandkoordinator, jemanden, der Flyer, Poster und Homepage erstellt hat. Nach professionellem Veranstaltungsservice klingt das – ist aber ehrenamtliche Arbeit von rund 100 Helfern. Viele von ihnen sind Jugendliche, die sich und ihre Ideen einbringen, damit das Lechschall-Festival am Freitag, 1. und Samstag, 2. Mai, auch in diesem Jahr wieder ein Erfolg wird. Los geht’s jeweils um 15 Uhr.

14 lokale Bands stehen dann in der Eishalle auf der Bühne. Von allem ist etwas dabei, sogar eine Reggaeband verspricht die Organisationsgruppe um Matthias Faber, Leiter des Jugendzentrums Landsberg, und Moritz Hartmann vom Kreisjugendring Landsberg. Stolz sind sie darauf, dass bei den fünfmal Lechschall, die es schon gab, viele Bands ihren ersten Liveauftritt hatten. Bands mit eigenen Songs Eine Jury hat die Musikauswahl unter 30 bis 40 Bandbewerbungen getroffen. Kriterien waren dabei: Landkreisherkunft, das Alter – Bandmitglieder dürfen nicht älter als 30 sein. Reine Coverbands sind ebenfalls nicht erwünscht. Es wird Wert auf eigene Songs gelegt. Eine Ausnahme wurde diesmal allerdings gemacht: Mit Mila Mila ist auch eine Nicht-Landkreis-Band vertreten. Deutsche Texte gepaart mit phantasievollen Melodien geben sie zu Gehör. Das kann dann melancholisch aber auch funkig klingen. Für guten Alternativrock aus vielen Zutaten stehen die fünf jungen Musiker von „Desire for Liberty“. ebenfalls am Freitag auf der Lechschallbühne. Am Samstag gibt es unter anderem „Funk-Crossover“ von den Blurrd Minds, Hardcore, Punkrock und Metal von Teal oder eben „Reggaemusic from Ohio Monkville“ von den Irie Invaders. Für die Festivaller geht es in die Eishalle, wie bereits 2008. „Dort ist einfach mehr Platz als im Jugendzentrum, dem früheren Festivalort“, erklärt Matthias Faber. Wie bei den großen Festivals gibt es auch beim Lechschall neben der Musik auf der Bühne viele Angebote drumherum – innen und in einem Extra-Außenbereich. Auch die Tradition werden die Jugendlichen pflegen: Am Freitag wird das Lechschall daher mit einem großen Maibaum-Rambazamba und Weißwurscht-Biergarten er- öffnet. Bierkastenhüpfburg inklusive Zum Auftakt spielen Musiker der Jugendblaskapelle Landsberg. Das Rahmenprogramm am zweiten Tag erfordert sportliches Auftreten in der Bierkastenhüpfburg oder musikalisches Talent, denn auf der „Open Stage“ kann gejammt werden. Wer nach Tanzen, „Sport“ oder Musikmachen eine Auszeit braucht, geht ins Chill-Out-Zelt oder entspannt in der Café-Lounge. Den Hunger stillen sich Festivaller bei Crêpes, Pizza oder Würstl. Damit das Festival dort bleibt, wo es ist und sich nicht auf die Bossewiese verlagert, haben sich die Organisatoren die „beschränkte Wiedereinlassregelung“ ausgedacht. Daher heißt es „Rein, raus, rein, raus, rein bis 18 Uhr so oft du willst, dann raus, dann nimmer rein, sondern heim!“ „Es ist ein Festival von Jugendlichen für Jugendliche.“, sagt Moritz Hartmann von der Organisationsgruppe, die sich seit Januar regelmäßig trifft und plant. Außerdem soll es „DAS Festival der jungen Landsberger Musikszene“, wie es auf der Internetseite www.lechschall.de heißt. Über 800 Jugendliche werden erwartet. Die Tickets kosten für einen Tag acht und für die beiden Tage zwölf Euro. Ab jetzt ist die Reservierung der Karten im Internet möglich, die dann am Freitag oder Samstag, jeweils zwischen 14 und 15 Uhr, abgeholt werden müssen. Für Kurzentschlossene gibt es ein Restkontigent an Karten, das an der Abendkasse verkauft wird. Wer will, kann ein Zwei-Tages-Ticket umsonst ergattern: Der KREISBOTE verlost am Freitag, 24. April, von 12 bis 12.10 Uhr, fünfmal zwei „2-Tages-Tickets“ unter den ersten Anrufern per Telefon 08191/916314.

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