Jubiläum am See:

Die Alphornbläser spielen auf

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Von links nach rechts: Ignaz Zanantonio, Peter Ostermeier, Hans Huber, Willi Abertshauser, Jürgen Zirch (v. links) und Joachim Mastaller bilden derzeit das Sextett der "D'Ammertaler Alphornbläser".

Dießen – Seit 40 Jahren wird in Dießen Alphorn gespielt: Im Jahr 1976 gründete sich ein Trio, das sich bald dem Heimat und Trachtenverein „D‘Ammertaler“ anschloss. Heute ist die Gruppe ein Sextett, das sich einmal pro Woche für Proben trifft und bei Konzerten gefragt ist. Anfang August feiern die Musiker ihr Jubiläum.

Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens laden "D‘Ammertaler Alphornbläser" am Sonntag, 7. August „zu einem kleinen, gemütlichen Alphornbläsertreffen“, teilt Mitglied Peter Ostermeier mit. „Musizieren und Geselligkeit sollen im Mittelpunkt stehen“.

Die Gruppe wurde im März 1976 von den Brüdern Ignaz und Ludwig Zanantonio (bis 1985) sowie Simon Rauch (bis 1986) als eigenständige Formation gegründet. „Der Ansporn kam damals vor allem aus dem Allgäu, wo das Interesse am Alphorn durch verschiedene Veröffentlichungen und der Verfügbarkeit von Noten wieder geweckt wurde“, berichtet Ostermeier.

Bereits im Juni 1976 fand in Fürstenfeldbruck der erste Auftritt statt, es folgten Konzerte bei den damals üblichen Heimatabenden für Touristen in Dießen. Seinen heutigen Namen erhielt das Trio mit seinem Beitritt 1979 zum heutigen Heimat- und Trachtenverein „D‘Ammertaler Dießen – St. Georgen“.

Höhepunkte stellen jährlich die Auftritte bei Alphornbläsertreffen dar, die seit 1986 regelmäßig besucht werden. In den Jahren 1990 und 2000 hatten D‘Ammertaler sogar ein „Heimspiel“, als bis zu 33 Gruppen nach Dießen kamen. „Darüber hinaus wird unter anderem auf Hochzeiten, bei Gottesdiensten, Weihnachtsfeiern oder auch mal auf dem Oktoberfest gespielt“, zählt Ostermeier auf. „Höhepunkte waren sicherlich auch Auftritte zum Beispiel in Nizza im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung.“

Zur Geschichte der Alphörner erklärt er: „In den Hirtenkulturen des Alpenraumes sind seit etwa dem Jahr 1500 trompeten- und hornförmige Blasinstrumente aus verschiedensten Materialien verbreitet. Sie dienten der Verständigung zwischen den Hirten und den Besitzern oder zum Herbeirufen der Tiere.“ Die Entwicklungsgeschichte sei eng mit der Schweiz verbunden. „Ab dem 16. Jahrhundert fand hier ein Wertewandel von der alpinen, als bedrohlich empfundenen, Schreckenslandschaft hin zur heilen Senneridylle statt. Ende des 18. Jahrhunderts herrschte in der Schweiz bereits reger Tourismus in Folge dessen das Alphorn immer mehr als Musikinstrument zum Einsatz kam.“

Heute setzen sich die D`Ammertaler Alphornbläser aus Ostermeier, Gründungsmitglied Ignaz Zanantonio, Hans Huber, Willi Abertshauser, Jürgen Zirch und Joachim Mastaller zusammen. „Jeden Dienstagabend wird in St. Georgen in der ‚Trommlerhütte‘ geprobt“, so Ostermeier. Vor allem traditionelle, mehrstimmige Alp­horn-Stücke stünden im Mittelpunkt. Neuerdings mische sich auch mal ein „flotter Walzer oder eine Polka“ ins Repertoire.

Die ersten Instrumente für das Dießener Gründungstrio, 3,76 Meter lange Alphörner in F aus Fichtenholz, wurden im Jahr 1991 zwischenzeitlich durch neue, 4,12 Meter lange, Hörner in Es-Stimmung ersetzt. Aktuell kommen wieder F-Instrumente zum Einsatz, die im Alpenvorland eher verbreitet sind. „Wer Lust hat, auch mal Alphorn in einer Gruppe mitzuspielen, ist gerne eingeladen, bei einer der Proben vorbeizuschauen – Instrumente sind vorhanden.“

Die Jubiläumsfeier am 7. August

• 10 Uhr: Gottesdienst Marienmünster Dießen

• 13.30 Uhr: Konzert Alphonrnbläser und Ziachmusi D‘Ammertaler im Biergarten der Schatzbergalm

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