Auf und davon getanzt

Freuten sich über zwei erste Plätze bei den Bayerischen Meisterschaften: Die Rock’n’Roller der FT Jahn Landsberg. Foto: privat

Gleich mit mehreren Paaren waren die Landsberger und Kauferinger Rock’n’Roller jüngst auf den Bayerischen Meisterschaften in Regensburg vertreten. Während jedoch die FT Jahn Landsberg mit zwei Meistertiteln den Erwartungen gerecht wurde, musste sich der VfL Kaufering diesmal mit den hinteren Rängen begnügen.

Zum Bayerischen Meister in der A-Klasse wurde das Landsberger Paar Verena Rau und Andreas Heidler gekürt. In gewohnter Manier zeigten die beiden leidenschaftlichen Tänzer eine ansprechende Beintechnikrunde. Eine geringe Unstimmigkeit während der Akrobatikrunde bei der sogenannten „Schraube eingegrätscht“ ließ die beiden nur kurzzeitig aus dem Tritt geraten. Das Publikum und die Wertungsrichter staunten erneut über die enorme Wurfhöhe und setzten das Paar auf Platz 1. Erneut traten auch Miriam Glas und Florian Weigl in der höchsten Tanzklasse an. Ihre ausgefeilte Beintechnikrunde wollte aber nicht so reibungslos ablaufen, was die beiden aber in der Akrobatikrunde wieder wettmachen konnten. Für ihre Leistung erhielten sie Platz 5. In der konkurrenzstarken B-Klasse ertanzten sich Nina Sailer und Tobias Planer, amtierende Deutsche Meister der B-Klasse, den undankbaren 4. Platz. Für Anja Westermayer und Lorenz Rädler war die Bayerische Meisterschaft das erste Turnier in der B-Klasse. Erst wenige Tage zuvor war die Beintechnikfolge fertig gestellt und die Akrobatikfolge komplettiert worden. Die Vorrunde bestritten die beiden hervorragend und ohne Fehler, so dass dem Einzug ins Finale nichts im Wege stand. Hier belegten sie den 7. Platz. Auch dem talentierten Geschwisterpaar Maria und Johannes Berndt gelang mit einer gute Vor- und Zwischenrunde der Einzug ins Finale, wo sie ebenfalls auf dem 7. Platz landeten. Gleich drei Paare starteten für Landsberg in der Juniorenklasse. Den 2. Platz ertanzten sich Annalena Neuner und Tobias Bahe, die schon seit einem Jahr in dieser Klasse wertvolle Tanzerfahrung sammeln konnten. Stefanie Keilhofer und Stefan-Pascal Nowak – beide tanzen erst seit Dezember zusammen – zeigten sich in der Vorrunde schon sehr routiniert. Aus technischen Gründen fiel jedoch während ihres Tanzvortrages die komplette Stromversorgung in der Sporthalle aus. Die Turnierleitung entschied, dass diese Runde wiederholt werden müsse, und so legten die beiden Tänzer nach zehn Minuten nochmals eine heiße Sohle aufs Parkett und zogen verdient ins Finale ein, wo sie dann unter starker Konkurrenz den 5. Platz erreichten. Gina Wolf und Severin Geißler gingen hoch motiviert in die Vorrunde, konnten aber auf Grund längerer Verletzungspause noch nicht ganz an ihre konditionelle Leistung anknüpfen und mussten sich mit dem 11. Platz abfinden. Für Katharina Müller und Patrick Becher war es das dritte Turnier in der Juniorenklasse. Spritzig trugen die beiden Tänzer ihre Folge vor und belegten den 12. Platz. Sonderpreis Die Schülerklasse bestritt das bekannte Tanzpaar Kerstin Gunesch und Mathias Neuner. Konkurrenzlos holten sich die beiden den Titel des Bayerischen Meisters in der Schülerklasse. Als bestes Nachwuchstanzpaar erhielten sie den Sonderpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten, den „ Weißen Porzellanlöwen“. Davon konnten die Kauferinger Rock’n’Roller an diesem Tag nur träumen. Mit nur drei Paaren war der VfL zu den Bayerischen Meisterschaften gefahren. Keines landete ganz vorn. Die größten Fortschritte machten Janina Bauch und Martin Niederhuber in der C-Klasse. Sie tanzten eine gelungene Qualifikation und kamen dann in ihrer ersten gemeinsamen Saison trotz einer kleinen Unsicherheit über die Zwischenrunde sicher in die Endrunde der besten Sieben. Dort konnten sie schließlich die gemachten Fortschritte unter Beweis stellen. Die beiden bestritten ihr Programm sicher und mit gelungenen Akrobatiken, waren aber beim dritten Auftritt an diesem Tag konditionell stark gefordert. Der Lohn war schließlich ein verdienter 6. Platz, mit dem sie und der Trainer sehr zufrieden waren. Ungewohnt unsicher Sonja Käufl und Thomas Wahl in der A-Klasse hatten für diese Saison zwei neue Akrobatiken in ihr Repertoire aufgenommen. Sie absolvierten die Akrobatik-Runde mit dem gestreckten Salto und dem Todessprung schon recht routiniert. In der Fußtechnik aber wirkten beide diesmal nicht so sicher wie sonst. Deshalb, und wegen fehlender weiterer Höchstschwierigkeiten, reichte es in der Endabrechnung dann doch nicht, um in dieser Königsklasse des Rock'n'Rolls Konkurrenten hinter sich zu lassen. Sie landeten ebenfalls auf dem 6. Platz. Das 3. Paar, Jana Radtke und Tobias Luber, trat in der Schülerklasse mit einer komplett neuen Choreografie an. Ein Blackout machte unglücklicherweise ihre berechtigten Hoffnungen auf einen guten Platz zunichte. Ihnen blieb somit nur Rang 10.

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