Defiliermarsch am Persischen Golf: "Paartal-Echo" spielt im Aviation Club in Dubai

Was tut eine bayerische Band im Arabischen Emirat Dubai am Persischen Golf? Ganz klar: Sie spielt auf dem Oktoberfest. Kein Witz: Das Paartal-Echo mit seinen Mitgliedern aus Walleshausen, Weil, Egling, Pestenacker und Kissing ist in dieser Woche nach Dubai geflogen, um drei Abende lang beim Oktoberfest im Aviation Club bayerisches Flair in die arabische Welt zu bringen.

„Wir sind wahnsinnig gespannt und auf alles gefasst“, schmunzelte Keyboarder Leonhard Fischer im Vorfeld der Reise. Ursprünglich hatte das gesamte Blasorchester Walles­hau­- sen die Reise antreten sollen, doch die Flug- und Hotelkosten von mindestens 15 Musikern samt Instrumenten schreckten den Veranstalter dann doch ab. Stattdessen wurde ganz einfach das sechsköpfige Paartal-Echo engagiert. Auftrittsort ist der Aviation Club, ein exklusives Tagungs-, Konferenz- und Veranstaltungszentrum in der Stadt Dubai. „Dort spielen wir an drei Abenden dreimal 45 Minuten vor gemischtem Publikum“, weiß Fischer. Mit diesen eher dürftigen Informationen auf die Reise zu gehen, beunruhigte weder ihn noch seine Bandkollegen. Ihr Repertoire umfasst etwa 130 Stücke, vom Bayerischen Defiliermarsch über schwungvolle Wies'n-Hits bis hin zu heißen Rocknummern. Und ihre lang­jährige Erfahrung erleichtert den Umgang mit jedwedem Publikum. Die Wurzeln des „Original Paartal-Echos“ reichen zurück bis ins Jahr 1990, als die Kombo aus der Vorgänger-Formation „Oldies“ hervorging. Von den Gründungsmitgliedern sind heute noch Oliver Hackel und Reinhold Bauer mit von der Partie, später kamen Reinhold Lutzenberger und Andreas Bauer dazu. Sängerin Tanja Hohenadl schloss sich 2004 der Band an, und Keyboarder Leonhard Fischer übernahm erst kürzlich den Platz von Robert Bosch. Normalerweise tritt das Paartal-Echo auf privaten Hochzeitsfeiern auf, spielt aber auch bei Wein-, Faschings- und sonstigen Festen. „Da ist Dubai natürlich schon ein Höhepunkt“, so Fischer. Für ihn geht damit ein privater Wunschtraum in Erfüllung, denn an den Persischen Golf wollte er schon immer gerne reisen. Zeit zum Sightseeing dürfte den Sechsen auf alle Fälle bleiben, und Fischer ist entschlossen, sich trotz der Temperaturen von 35 Grad im Schatten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nicht entgehen zu lassen – zum Beispiel das weltberühmte Sieben-Sterne-Hotel Burj al Arab, „selbst wenn es schon Geld kostet, dort nur hineinzuschauen.“

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