Deggendorf wird zum Schicksal

Die Bilanz liest sich nicht gerade rosig. In den letzten neun Spielen hat der EV Landsberg 2000 achtmal verloren. Eigentlich kaum zu glauben, nachdem das Team zuvor die Liga aufgemischt und sogar die oberen Clubs wie Herne, Rosenheim, Peiting, Dortmund und Bad Nauheim bezwungen hatte. Warum es beim EVL derzeit nicht läuft, lässt sich zum Beispiel so analysieren.

Verletzungsmisere: Alles begann mit der Verletzung von Michael Kapicka. Seit diesem Zeitpunkt haben die Landsberger immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen. Zuletzt fehlte neben Igor Bacek auch Torjäger Markus Vaitl. Der kleine Angreifer hat in dieser Saison immerhin schon 29 Mal getroffen. Dazu kommt, dass Veli-Antti Leinonen immer wieder krank ist und Verteidiger Martin Hoffmann mit hartnäckigen Schulterproblemen kämpft. Spielsystem: Am Anfang der Saison wurde noch getönt, man wolle die Junioren besser integrieren und einen Block mit den Nachwuchskräften permanent spielen lassen. Doch Trainer Marian Hurtik lässt nur mit drei Blöcken spielen, zuletzt teilweise sogar nur mit zwei, auch weil er klar sagt, dass die Junioren nicht regelmäßig mit der Mannschaft trainieren. Vereinschef Böttcher geht sogar noch einen Schritt weiter: „Die meisten haben einfach nicht das Niveau für die Oberliga.“ Allerdings hat Hurtik dadurch nicht die Möglichkeit, den Dauerbrennern, eine Pause zu geben. Dadurch wirkten Spieler, wie etwa Benjamin Barz, ausgebrannt. Fehlerquote: Die Fehlerquote, gerade im Aufbauspiel, war zuletzt verheerend. Erfahrene Spieler, wie etwa Fabian Krull, schießen bereits in der eigenen Zone dicke Böcke, was oft zu dummen Gegentoren führt. Bestes Anschauungsmaterial gab es beim 6:12 zuhause gegen den Tabellenletzten EV Füssen. Restprogramm: In den verbleibenden acht Spielen soll nun die Trendwende geschafft werden. Marian Hurtik und Club-Vorstand Hans-Jürgen Böttcher haben die Partie am kommenden Freitag zuhause gegen Deggendorf (20 Uhr) zum „Schicksalsspiel“ ausgerufen. „Sollten wir das nicht gewinnen, müssen wir uns was überlegen“, meint der Hurtik vielsagend. An Rücktritt denkt er aber nicht, vielmehr an Tabellenplatz sechs, der gesichert werden soll. Dass es für den EVL definitiv in die Play-offs geht, daran hat man übrigens keinen Zweifel. Schon jetzt werden auf der Homepage Karten für die Endrunde angeboten. Allerdings – bei elf Punkten Vorsprung auf die Nicht-Play-off-Plätze scheint die Teilnahme in trockenen Tüchern.

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