Neues Rathaus und mehr

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Für den Rathaus-Neubau auf dem Probst-Grundstück rechnet die Gemeinde Denklingen mit Gesamtkosten in Höhe von 1,61 Millionen Euro.

Denklingen – Es soll kräftig investiert werden: Der alte Friedhof Epfach, Anschaffungen für die Feuerwehren und das Projekt Rathaus gehören zu den Ausgaben, die geplant sind – ebenso das Vereinsheim und die Windenergie. Das sieht der 6,25 Millionen Euro umfassende Vermögenshaushalt der Gemeinde vor.

Der größte Posten auf der Ausgabenseite ist die Umgestaltung des alten Friedhofes in Epfach: 750000 Euro fallen dafür an. Als Gesamtbedarf kalkuliert die Gemeinde schon mal 1,54 Millionen Euro ein – was aber laut Bürgermeisterin Viktoria Horber noch keine genaue Kostenrechnung ist: „Wir wissen erst nach der Ausschreibung die genauen Summen.“ 

Anlass zur Diskussion waren die Friedhofspläne dennoch. Werner Dacher meinte, man sollte dem Architekten eine Obergrenze setzten, mit dem er „haushalten“ müsse. Dacher befürchtet: „Wir sind jetzt bei 1,5 Millionen Euro. Wenn wir dem Architekten keine Grenze geben, kommen wir am Ende auf über zwei Millionen Euro.“ 

„Das ist für den Epfacher Friedhof sehr schwierig“, gab die Bürgermeisterin zu bedenken. „Wir wissen noch nicht, wie das Fundament der Kirche aussieht“, erklärte sie. Zudem komme man nicht drum herum, die Umfassungsmauern zu erneuern – und diese wären der Hauptfaktor bei den Kosten. 

Für das Vereinsheim in Denklingen sind 354000 Euro in den Haushalt eingestellt – auch wenn noch nicht sicher ist, ob diese Summe heuer schon benötigt wird. Weitere 300000 Euro wird die Gemeinde heuer voraussichtlich für das große Windkraft-Vorhaben, unter anderem für Gutachten, aufbringen müssen. 

Auch für die Gemeindefeuerwehren gibt Denklingen heuer größere Summen aus: Für die Epfacher Floriansjünger sind Atemschutzgeräte in Höhe von 10000 Euro sowie ein erster Teilbetrag von 238000 Euro für die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges vom Typ LF10 eingeplant. Für letzteres bekommt die Gemeinde einen Zuschuss von 58000 Euro. Die Denklinger Floriansjünger bekommen ein Feuerwehrfahrzeug für den Transport von Personal und Material – für rund 80000 Euro. 

Für die restlichen Ausgaben für das Probst-Grundstück, die heuer noch zu bezahlen sind, muss die Gemeinde 87000 Euro in die Hand nehmen – die Gesamtkosten liegen somit bei 402105 Euro. Wie im KREISBOTEN berichtet, soll auf diesem Grundstück das neue Rathaus entstehen. 1,61 Millionen Euro wird das Vorhaben inklusive Architektenwettbewerb verschlingen, 105000 Euro bereits in diesem Jahr. 

Für die Straßenbeleuchtungsmaßnahmen will die Lechraingemeinde insgesamt 180000 Euro investieren – für den Beginn der Erneuerung der über 30 Jahre alten Leuchten sowie für Neuaufstellungen.

Letztlich votierte der Gemeinderat einstimmig für den Vermögenshaushalt. Die Satzung für den Gesamthaushalt mit einem Volumen von 15,65 Millionen Euro will man demnächst verabschieden.

Manuela Schmid

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