Neubau geplant

Rathaus statt Wirtschaft

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In der Hauptstraße 29 soll das neue Denklinger Rathaus entstehen.

Denklingen – Neues Rathaus für die Leichraingemeinde: Bürgermeisterin Viktoria Horber bestätigte auf der Bürgerversammlung den Kauf des 3271 Quadratmeter großen Probst­grundstücks in der Hauptstraße 29, wo sich einst eine Gastwirtschaft befand. 

Auf diesem Grund soll ein neues Rathaus errichtet werden. Dieser Schritt kam für die meisten Bürger nicht allzu überraschend: Bekanntlich platzt die jetzige Gemeindekanzlei, die sich auf beengtem Raum im ersten Stock oberhalb der Raiffeisenbank befindet, längst aus allen Nähten. Wann das neue Rathaus errichtet wird, steht aber noch in den Sternen: Denn erst muss einmal eine Planung aufgestellt werden. Hier könnte sich die Gemeinde auch vorstellen, einen Architektenwettbewerb zu veranstalten – wie dies schon für die Umgestaltung des Epfacher Friedhofs jüngst geschehen war.

Wie Horber ausführte, hat die Gemeinde aber auch noch drei Grundstücke mit einer Gesamtfläche von etwa zwei Hektar hat die Kommune am Sportgelände in Richtung Hunger gekauft: „Diese Flächen sind wichtig, um unsere bestehenden Sportanlagen weiterentwickeln zu können“, blickte die Bürgermeisterin in die Zukunft. Allerdings sei der Grund noch bis Oktober 2014 verpachtet.

Schon konkreter sind die Pläne für den Bau des neuen Vereinsheimes: Hierfür werde die Gemeinde neben den zugesagten 50 Prozent der Baukosten auch noch die Wasser- und die Kanalherstellungsbeiträge übernehmen. Das Baugrundstück samt Sportplatz soll dann ebenfalls kostenlos an die Vereine übereignet werden. Auch die Epfacher Vereine sollen ein Grundstück für den von ihnen beantragten Vereinestadel erhalten: Die Gemeinde sei bereit, ein „geeignetes Grund-stück zu einem annehmbaren Preis“ zu beschaffen, erklärte die Rathauschefin. Ein weiteres Projekt, das die Gemeinde angehen will, ist die Sanierung der Mehrzweckhalle. „Wir wollen dabei alle Vereine, welche die Halle nutzen, an einen Tisch holen und in die Planungen mit einbeziehen.“ Auf Eis gelegt sind hingegen Planungen für einen möglichen Radweg zwischen den Ortsteilen Denklingen und Epfach: Hier sei man noch zu keiner Einigung gekommen, teilte Horber mit.

Nach dem Rechenschaftsbericht der Bürgermeisterin und einem äußerst erfreulichen Finanzbericht gingen nur wenige Wortmeldungen ein. Eine betraf die südseitige Friedhofsmauer in Denklingen. Horber erklärte, dass eine Sanierung aufwendig und teuer würde, aber über kurz oder lang wahrscheinlich doch anstehen werde. Ausbesserungsarbeiten an der Mauer wären aber bei Bedarf jederzeit möglich.

Was den Friedhof in Epfach betrifft, wurde an die Gemeinde die Bitte herangetragen, ein Gespräch mit den Planern und Anliegern zu organisieren, weil bei der bevorstehenden Umgestaltung ziemlich hohe Mauern geplant wären. Horber nahm die Bitte auf und erläuterte, dass die Höhe der Mauern deshalb nötig wäre, weil die Anzahl der Gräber erweitert werden müsse. Es seien nicht mehr viele Gräber übrig, und man wolle keinen dritten Friedhof errichten, so Horber.

Zum Thema Windkraft verwies die Bürgermeisterin auf die Info-Veranstaltung, die am 11. Dezember um 20 Uhr in der Fuchstalhalle stattfindet. Manuela Schmid

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