Verlust nur beim Wasser

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Die Denklinger Firmen, hier Hirschvogel Umformtechnik, spülen heuer wieder eine Menge Geld in die Gemeindekasse: Die Kommune erwartet insgesamt 5,77 Millonen Euro an Gewerbesteuern von allen Denklinger Unternehmen.

Denklingen – „Wir haben ein stabiles Jahr zu erwarten“, kommentierte Verwaltungschef Johann Hartmann den Verwaltungshaushalt der Gemeinde für 2013. Er schließt in den Einahmen und Ausgaben mit insgesamt 9,4 Millonen Euro ab. Aber auch einige größere Ausgaben kommen auf die Lechraingemeinde zu.

Sehr stabil entwickelte sich die Gewerbesteuer im vorangegangenen Haushaltsjahr: „Das Ergebnis war im Jahr 2012 besser als geplant“, stellte der Verwaltungschef fest. So konnte heuer der Ansatz etwas erhöht werden: Der Kämmerer rechnet nun mit einem Gewerbesteuersegen in Höhe von 5,77 Millonen Euro (Ansatz 2012: 4,99 Millionen Euro). Leicht erhöht im Vergleich zum Vorjahr ist auch der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer: Die Gemeinde erwartet heuer 1,21 Millionen Euro, im Vorjahr war der Ansatz noch bei 1,12 Millionen. Somit stellen die Steuereinnahmen auch 2013 wieder die Haupteinahmen der Gemeinde dar.

 2,9 Mio. für den Kreis 

Allerdings muss die Gemeinde auf der Ausgabenseite auch zwei „große Brocken“ in Kauf nehmen, wie Bürgermeisterin Viktoria Horber es in der jüngsten Gemeinderatssitzung ausdrückte: Knapp 2,9 Millionen Euro müsse Denklingen für die Kreisumlage aufbringen, und fast 1,9 Millionen Euro für die Gewerbesteuerumlage. Alles in allem kann Denklingen in diesem Jahr eine Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt in Höhe von 1,98 Millionen Euro einplanen. Keine guten Nachrichten hatte Hartmann, was den Wasser- und Abwasser-Haushalt betrifft: „Wir kommen in die Verlustzone – beim Kanal sogar massiv.“ Der Grund sei simpel: „Wir verkaufen einfach zu wenig Wasser.“ Es ist heuer das erste Mal der Fall, dass der Wasser- und Abwasser-Haushalt nicht ausgeglichen werden kann, weil in diesem Bereich keine Rücklagen vorhanden sind. So wird die Gemeinde im Bereich Abwasser einen Verlust zu verzeichnen haben. Beim Wasser geht es zwar auch in die Verlustzone, allerdings werde sich dieser Bereich auch wieder stabilisieren, da ja der Wasserpreis bereits erhöht worden sei, erläuterte Hartmann. Da Gemeinden im Wasser- und Abwasserbereich kostendeckend arbeiten müssen, werden die Bürger wohl mit einer Erhöhung der Abwassergebühren zu rechnen haben. Andernfalls würde die Gemeinde in einen Verlustbereich kommen, der nicht mehr aufzuholen wäre, erklärte der Verwaltungschef. Den Kindergarten betreffend, stellte Rätin Hedwig Eberle fest, dass immer mehr Kinder Einrichtungen in anderen Gemeinden besuchen würden. Bürger­- meisterin Horber merkte an: „Das ist nicht die Entscheidung der Gemeinde – die Eltern können selbst den Kindergarten wählen.“ Allerdings bekommt Denklingen dann von den auswärtigen Kindergärten eine Rechnung gestellt. Einstimmig segnete der Gemeinderat den Verwaltungshaushalt 2013 ab

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