Auf Landgang

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„Hans mit Fisch“: Hans Langer hat in Dettenschwang einen etwa 40 Pfund schweren Karpfen gefangen. Nach dem Fotoshooting wurde der Fisch wieder in die Freiheit entlassen.

Dießen – Dießen hat seit geraumer Zeit seinen „Diez mit Fisch“ – jetzt feiert Dettenschwang seinen „Hans mit Fisch“. Der Unterschied? Der eine ist ein acht Meter hohes Kunstwerk – der andere ein zirka acht Jahre alter Karpfen – der nach seinem kurzen „Landgang“ fürs Foto jetzt wieder in der Freiheit schwimmt und erfahrungsgemäß schon noch ein halbes Jahrhundert alt werden kann.

Er wiegt zirka 40 Pfund, ist 70 Zentimeter lang, 40 hoch und 35 breit. „Jahrelang habe ich auf so ein Prachtexemplar gehofft“, lacht der erfahrene Hobbyfischer und Naturfreund, der Langer Hans aus dem Dießener Ortsteil Dettenschwang. Jetzt ist ihm der prächtige Fisch „an den Maiskolben“ gegangen. In einem einheimischen Gewässer. Dass sich schwere Karpfen in Weihern wohlfühlen, die nicht abgefischt werden, sei bekannt, erzählt Hans. Wenn dann endlich einer anbeißt, ist die Spannung groß – und die Überraschung noch größer, wenn ein mächtiges Teil aus dem dunklen Gewässer auftaucht.

„Dann geht die Arbeit erst richtig los“, vor allem, wenn man aus einer ruhigen Stunde am Ufer aufgeschreckt wird durch einen gewaltigen Ruck an der Angelrute. Eine gute halbe Stunde habe der „Kampf“ mit dem Karpfen schon gedauert, „dann war ich auch ganz schön fertig.“ Wenn der Fisch merkt, dass er an einem Haken hängt, dann startet er mit aller Kraft durch und schwimmt los, der Angler drillt ihn wieder ans Ufer, der Fisch haut erneut ab – das geht so lange, bis der Fisch aufgibt und der Petrijünger die Chance hat, seinen Fang in den Kescher zu manövrieren.

Er angle herkömmlich mit Angel und Naturköder, „lebende Köder kommen bei mir nicht in Frage.“ An seinen Haken kommen nur Pflanzenteile, wie zum Beispiel Mais, informiert Hans Langer. Jetzt schwimmt sein Prachtfisch zur Besatzsicherung und aus Gründen des Naturschutzes in einem schönen Weiher in der Nähe.

Beate Bentele

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