Bis heute nicht elektrifiziert

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An der Sanierung des Kinsauer Pfarrhofs beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit 50000 Euro – aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale.

Kinsau – Eine frohe Nachricht für Bürgermeister Marco Dollinger. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) beteiligt sich an der Restaurierung der Fenster, Türen und der Kassettendecke im Erdgeschoss des Pfarrhofs in Kinsau. Der entsprechende Fördervertrag erreiche den Ersten Bürgermeister in diesen Tagen, so DSD-Sprecherin Dr. Ursula Schirmer. Die Stiftung könne das unter Denkmalschutz stehende Kleinod dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär sie seit 1991 ist, mit 50000 Euro fördern.

Mit dem Pfarrhof neben der Pfarrkirche St. Matthäus und dem Pfarrgarten ergibt sich eine für das Ortsbild von Kinsau prägende bauliche Situation. Der barocke Pfarrhof von Kinsau wurde 1739 von Joseph Schmuzer erbaut, einem bekannten süddeutschen Barockbaumeister und Stuckateur der so genannten Wessobrunner Schule, der auch die Pfarrkirche in Oberammergau schuf. Das Gebäude steht frei auf eine etwa 17 mal 17 Meter großen Grundfläche und ist teilweise unterkellert. Über dem Erdgeschoss erhebt sich nur ein Obergeschoss, allerdings drei Dachebenen. Die tragenden Wände sind massiv gemauert, die Decken aus Holz. Das Dachtragwerk ist als Kehlbalkendach mit liegendem Stuhl ausgebildet.

Der Kinsauer Pfarrhof zeichnet sich durch eine besonders hohe Anzahl bemerkenswerter historischer Details aus. Zudem ist der ursprüngliche Grund- und Aufriss im Wesentlichen unverändert erhalten geblieben. So ist etwa ein Raum bis heute nicht elektrifiziert. Der Kinsauer Pfarrhof, der nach Einschätzung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege wegen der herausragenden Qualität von Bauwerk und Ausstattung überregionale Bedeutung besitzt, gehört nunmehr zu den über 300 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

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