Dichtes Dach mit Nutzen – Mit Geld aus dem Konjunkturpaket II die Kauferinger Sporthalle sanieren

er Markt Kaufering will im Rahmen der Umsetzung des Konjunkturpakets II des Bundes seine Dreifachturnhalle im Sportzentrum energetisch sanieren lassen. Ein entsprechender Förderantrag soll jetzt von der Verwaltung bei der zuständigen Behörde in München gestellt werden. Dieser sieht unter anderem umfangreiche Arbeiten am Dach sowie an Fassade und Heizung vor. Die Sanierungskosten dafür belaufen sich laut Bürgermeister Dr. Klaus Bühler auf rund eine halbe Million Euro.

Vor allem das Dach des 35 Jahre alten Gebäudes befinde sich in einem schlechten Zustand, betonte Dietrich Linke, Chef der Bauverwaltung. Bei starkem Regen mit kräftigem Wind laufe immer wieder Wasser in die Halle. Daher werde man über kurz oder lang nicht drum herum kommen, das Dach baldmöglichst zu erneuern. Da es keine tragende Funktion hat, sondern nur dem Wetterschutz diene, kann sich Linke vorstellen, die Fläche zukünftig mit Kunststoffflachdachbahnen zu decken. Das Besondere: In die Bahne eingearbeitet sind Fotovoltaik-Elemente, sodass man zusätzlich Strom auf dem Dach der Turnhalle erzeugen könnte. „Somit be- kämen wir das Dach wieder dicht und hätten auch noch einen Nutzen davon“, betonte Linke. Zuvor muss jedoch das komplette Dach abgetragen und die asbesthaltigen Eternitplatten entsorgt werden. Darüber hinaus müsse man prüfen, inwieweit die Firstrichtung des Daches (Nord/Süd) überhaupt für eine Fotovoltaikanlage geeignet ist. Bürgermeister Dr. Klaus Bühler indes findet die Idee gut, da sie auch die preisgünstigere Alternative zu einem neuen Dach darstelle. Darüber hinaus hätte sich eine ähnliche Anlage bei der nahe gelegenen Firma Hilti bereits bestens bewährt. Auch die Sporthallendachfläche sei mit rund 2600 Quadratmeter ausreichend groß bemessen, so der Rathauschef. Darüber hinaus müssen bei der Sporthalle die Fassaden, Türen, Giebel sowie die Heizungsanlage saniert werden. Vor allem die beiden Giebelseiten seien beschädigt und die Verkleidungen aus Eternitplatten locker. Diese könnten zukünftig durch eine Holzverkleidung ersetzt werden. Auch die Heizungsanlage in Form einer Elektro- und Gasheizung muss erneuert werden. Hier bietet sich die Chance, das Gebäude an das Nahwärmenetz der Marktgemeinde anzuschließen. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen sollte der Marktgemeinderat auch farblich neue Akzente setzen, so Bühler: „Wir brauchen ein Farbkonzept, das fröhlich und ansprechend ist.“ Doppelt abschöpfen Die Gemeindeverwaltung wird nun einen Sanierungsplan erstellen und dem Gemeinderat zur Abstimmung vorlegen. Dann geht ein entsprechender Förderantrag an die zuständige Behörde nach München. Einen Zuschuss im Rahmen des Konjunkturpaketes II des Bundes erhofft sich der Markt Kaufering auch mit Blick auf Lärmminderungsmaßnahmen in der jeweils stark befahrenen Bayern-, Kolping- und Dr.-Gerbl-Straße. Hier könnten die Lärmwerte durch Aufbringung eines so genannten Flüsterasphalts erheblich reduziert werden.

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