"Die Haut vergisst nichts!"

Einen besseren Tag hätte sich das Gesundheitsamt Landsberg für seinen Aktionstag „Sonne(n) mit Verstand…statt Sonnenbrand“ nicht aussuchen können: Bei hochsommerlichen Temperaturen und herrlichem Sonnenschein informierte die Be­hörde im Warmfreibad Thai­- ning einen ganzen Tag lang die Badegäste über die negativen, aber auch positiven Einflüsse der Sonne und gab zahlreiche Tipps zum Schutz vor den gefährlichen UV-Strahlen.

„Ziel der bayernweiten Aktion ist die Aufklärungsarbeit, besonders für Familien und Kinder“, sagte Dr. Lorenz Schröfl, Leiter des Landsberger Gesundheitsamtes. „Wir wollen noch mehr das Bewusstsein schärfen für den richtigen Umgang mit der Sonnenbestrahlung und wie man Folgeschäden durch übermäßiges Sonnenbaden vermeiden kann.“ Und so hielt das fünfköpfige Team jede Menge Broschüren bereit, teilte UV-Index-Drehscheiben aus oder testete die Sonnenbrillen der Badegäste auf ihren UV-Schutz hin. Wer wollte, konnte Son­nen­creme ausprobieren oder sein Wissen rund um das Thema Sonnenschutz bei einem Preisrätsel mit attraktiven Gewinnen auf die Probe stellen. Zwar ist die Sonne zur Bildung von Vitamin D und auch für die Psyche lebensnotwendig, aber welche Schäden ein übermäßig langes und schutzloses Sonnenbad auf der Haut anrichten kann, machten zahlreiche Fotos von Sonnenbränden, veränderten Muttermalen oder sogar Hautkrebs in der Ausstellung deutlich. „Schon der erste Sonnenbrand kann die Haut schädigen“, erklärte Schröfl. „Die Haut vergisst nichts.“ Schuld ist die immer dünner werdende Ozonschicht, die eigentlich ein wirksamer Schutzschild der Erde gegen ultraviolette Strahlung darstellt. Auch in Bayern sei ein Abbau der Ozonschicht schon festzustellen, so der Experte. „Wer seine Haut übermäßig lange und schutzlos der Sonne und ihrer ultravioletten Strahlung aussetzt, riskiert nicht nur vorzeitige Hautalterung, sondern schadet auch seiner Gesundheit.“ Die Haut sei das größte und mit bis zu zehn Kilogramm Gewicht das schwerste und funktionell vielseitigste Organ des menschlichen Organismus. „Sie ist beispielsweise unsere Abgrenzung von Innen und Außen, schützt vor Umwelteinflüssen, dient dem Stoffwechsel, der Immunologie oder dem inneren Gleichgewicht“, erläuterte Schröfl die Bedeutung der Haut. Setze man sich zu lange und ohne Schutz durch entsprechende Kleidung und Sonnenschutzmitteln der UV-Strahlung aus, würde die Entstehung von Melanomen oder gar Hautkrebs gefördert. Vor allem Kinder seien durch die Empfindlichkeit ihrer Haut besonders gefährdet. Segel gegen die Sonne Mit gutem Beispiel gingen da die geladenen vier Klassen der Denklinger Grundschule voran. Ordentlich eingecremt erhielten sie auch noch vom Gesund­heits­amt T-Shirts und Sonnenkappen. Landrat Walter Eichner begrüßte die Aktion als eine von vielen Präventionsmaßnahmen im Gesundheitsamt. „Vor allem freut es mich aber, dass hier in Thaining schon viel für den Sonnenschutz gemacht wurde.“ Kürzlich hatte die Betriebsleitung über dem Babybecken und am Spielplatz jeweils ein Sonnensegel angebracht.

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