Blechbläser und Harfenklang

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Der „Dießener Advent“ im Marienmünster wurde in diesem Jahr gestaltet von d’Saitenschinder, dem Boarischen Harfendreiklang, den Windacher Blechbläserquintett und dem Münsterchor.

Dießen – Eine Sternstunde der adventlichen Chor- und Instrumentalmusik ist am zweiten Adventsonntag über das Marienmünster hinaus geklungen. Bis hinüber zum nahen Weihnachtsmarkt brach- ten die festlichen Klangwelten die Menschen dem Weihnachtsfest näher. Magnus Kaindl hat auch heuer wieder, zusammen mit dem Dießener Münsterorganisten Johannes Buxbaum und dem Münsterchor, ein brillantes Programm zusammengestellt, das viel mehr Menschen hören wollten, als das barocke Münster fassen kann.

Das Programm griff wie ein feines Mosaik ineinander, das auch der Boarische Harfenklang und die Windacher Blechbläser mitgestaltet haben. Und diesem adventlichen Rhythmus folgte das Musikprogramm, das wechselte zwischen den sanften Klangwelten d‘ Saitenschinder, dem charmanten, einschmeichelnden Spiel des Boarischen Harfendreiklangs, den kraftvollen Bläsern des Windacher Bläserquintetts und dem Münsterchor, der mit seiner Feinheit und Energie den Kirchenraum erfüllte mit bekannten Gesängen und Liedern, wie „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Tochter Zion“. 

Einerseits blieb Magnus Kaindl bei der Programmgestaltung seiner ursprünglichen Intention treu, wonach auch volksmusikalische Anklänge ins Marienmünster passen. Dies war übrigens auch ein Anlass, den „Dießener Advent“ zu einem festen Bestandteil der Münsterkonzerte zu etablieren. In diesem Jahr sind tradierte Themen und alte Musiken modern interpretiert oder zeitgemäß arrangiert worden. Vor allem die Windacher Bläser begeisterten mit festlicher Musik, die zum Teil auch mit eigenen Kompositionen aufwartete. Wunderbar intoniert, verwöhnten die Windacher mit einer frischen Klangfarbe und verliehen ihrem Auftritt im Marienmünster eine feine Handschrift. Erstmals in Dießen trat der Boarische Harfenklang aus Unterhaching auf in der Zusammensetzung Regina Kätzlmeier und Sophie Kreuzer (Harfen) und Tobis Kätzlmeier (Bass). 

Ausdrucksstark spannten sie mit neuen Kompositionen einen Bogen zwischen Dur und Moll, zwischen stiller Besinnung und Ausgelassenheit kamen ihr „Tiefer Landler“ und die „Südtiroler Festmusik“ einher. Überliefertes, ebenfalls zeitgenössisch arrangiert für Hackbrett, Zither, Bass, Gitarre und Geige präsentierten auch d‘ Saitenschinder, die den Auftakt des „Dießener Advents“ im Marienmünster mit Anklöpfelweisen herkömmlich gestalteten. Gefolgt von einem Pinzgauer Perchtentanz steigerten sie sich bis zum Menuett, das – im Gegensatz zur traditionellen Schwere – in der Leichtigkeit und Galanterie eines höfischen Tanzes endete.

Beate Bentele

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