Bewegung beim Bootshaus

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Dießens Bürgermeister Herbert Kirsch (links) und Landrat Thomas Eichinger bei einem Ortstermin in St. Alban. Auf dem Plan oben das Sondergebiet 1 mit dem Campingplatz (grün), unten das Sondergebiet 2 mit Bootsliegeplatz, Bootshaus und Restaurant.

Dießen – Endlich gehen die Planungen für Bootshaus und Campingplatz in St. Alban in die nächste Runde. Auf der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Marktgemeinde stand die Vorstellung des Bebauungsplanentwurfs auf der Tagesordnung, der einstimmig gebilligt wurde und nunmehr öffentlich ausgelegt wird. Bereits am 14. März war ein erster Vorentwurf vorgestellt worden, der aber zwischenzeitlich geändert wurde. So hat die Landschaftsplanerin Vogl den Umweltbericht überarbeitet und aktualisiert, wobei die grünordnerische Festsetzung im Bauplanentwurf angepasst wurde. Auch die Vorgaben des Landkreises für das geplante Bootshaus des Ammersee-Gymnasiums wurden mehrfach geändert.

Die wesentlichen Festsetzungen des neuen Bebauungsplanes ist die Dreiteilung. Im Norden wurden rund 3.400 Quadratmeter für Naturschutzmaßnahmen festgelegt. Daran schließt sich das Sondergebiet 1 an mit dem Campingplatz in einer Gesamtgröße von 4.900 Quadratmetern. Der Campingplatz wird 40 Standplätze und 20 Parkplätze umfassen sowie einen Bauraum für ein Sanitärgebäude. Dauercamper sind in der Planung übrigens ausgeschlossen.

Südlich davon schließt sich das Sondergebiet 2 an. Hier wird das lang ersehnte Bootshaus des Ammersee-Gymnasiums auf einer Fläche von 400 Quadratmetern entstehen, daneben ein Bootsliegeplatz mit rund 800 Quadratmetern. Schließlich ist ein Bauraum von maximal 950 Quadratmetern Grundfläche für das bestehende Seerestaurant und das Vereinsheim des Segelclubs Landsberg mit zehn Parkplätzen geplant.

Für das Sanitärgebäude auf dem Campingplatz und das Bootshaus des Ammersee-Gymnasiums sollen als Dachform nur Sattel- und Pultdächer sowie begrünte Flachdächer zugelassen werden. Dacheinschnitte, Dachaufbauten und Gauben sind unzulässig. Für das Restaurant mit dem Vereinsheim wird nur ein begrüntes Flachdach erlaubt, um das Gebäude nicht noch massiver in Erscheinung treten zu lassen.

Im Bebauungsplanentwurf wurden auch die sichtbaren Baumaterialien festgelegt. Für die Außenwände gilt nur hell geputztes oder geschlammtes Mauerwerk oder Holz bzw. eine Holzverkleidung. Für Fenster, Türen, Balkon- und Gebäudeverkleidungen ist Holz oder nicht glänzendes und nicht eloxierendes Material zugelassen. Bei den geneigten Dächern sind die Vorgaben nicht glasierte Ziegel oder Dachsteine in Rot-, Braun und Anthrazittönen sowie eine stumpfe Bleicheindeckung.

Aufgrund des Eingriffs in die Natur von St. Alban muss die sog. „naturschutzrechtliche Eingriffsregelung“ herangezogen werden. Der Ausgleich wird in Abstimmung mit dem Landkreis auf einem landkreiseigenen Grundstück im Gemeindegebiet Eching nachgewiesen, da dies im Plangebiet St. Alban nicht möglich ist.

Dieter Roettig

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