Jubiläum im Schacky Park

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In ihren Vorstandsämtern vom Förderkreis Schacky Park bestätigt (von links): 2. Vorsitzende Lilo Malkmus (Referat Gartenkunstgeschichte), Schriftführerin Karin Steinhübl, Beisitzer Detlef Reichert, 1. Vorsitzende Christine Reichert (Referat Veranstaltungen), Bürgermeister und Beisitzer Herbert Kirsch sowie Kassier Hans Kessler.

Dießen – Die Jahresversammlung des Förderkreises Schacky Park ist immer ein besonderes Ereignis, das galt besonders heuer, schließlich feiert der Verein am 22. Mai sein zehnjähriges Bestehen. Zahlreiche Mitglieder und Gäste verfolgten gleich zu Sitzungsbeginn den Jahresfilm, der in eindrucksvollen Bildern den Rechenschaftsbericht ersetzte und belegte, was gemeinschaftlich geleistet wurde – von der Apfelernte oder dem Ausbaggern des Ententeichs über die liebevolle Restaurierung und Pflege von Brunnen, Figuren und Wegen im Landschaftspark bis hin zum bunten Reigen der Veranstaltungen, wie Lesungen, Konzerte oder Ostereiersuche.

Kein Zweifel, der Schacky Park ist längst ein Ort des öffentlichen Lebens und ein Magnet für Besucher aus Nah und Fern. Den Dank der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Herbert Kirsch, der als beispielhaft die Sanierung von Teehaus und Monopteros hervorhob. In den vergangenen Jahren habe der Verein geradezu Unglaubliches vollbracht: „So etwas funktioniert nur, wenn Ehrenamtliche und Sponsoren gut zusammenarbeiten. Wir sind für jeden Euro dankbar“, sagte das Gemeindeoberhaupt, das dem Verein weiterhin als Beisitzer zur Verfügung steht.

Auch die übrigen Mitglieder des Vorstands wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt und sämtliche Referate (Landschaftsarchitektur, Denkmalpflege und Restaurierung, Parkpflege, Gartenkunstgeschichte, Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen) arbeiten in der bisherigen Besetzung weiter. Verwaist ist lediglich die Dokumentation, der zuverlässig aus allen anderen Referaten zugearbeitet werden würde, wenn sich ein Referatsleiter fände, wie Vorsitzende Christine Reichert betonte.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 4211 ehrenamt­liche Arbeits- und 600 Maschinenstunden erbracht, was einer geldwerten Leistung von 30.000 Euro entspricht. Blumen gab es für das 500. Mitglied des Fördervereins Schacky Park, die Musikerin Jutta Haberhauer, die als Flötistin bereits mehrere Konzerte im Monopteros gab.

In der Pflicht ist der Verein in den nächsten Jahren hinsichtlich des Waldumbaus: Bereits in diesem Winter wurden 36 Bäume gefällt und 500 Meter Zaun zum Schutz gegen Wildverbiss errichtet. Der Fichtenbestand, der nicht zum ursprünglichen Parkkonzept des Grafen von Schacky gehörte, wurde von Vorbesitzern zur Waldwirtschaft angepflanzt. Gemäß den bayerischen Forstgesetzen muss Waldbestand der seit 15 Jahren besteht, Wald bleiben, das gilt auch für die Fichtengruppe.

Neuer Parkwald

Auf den übrigen abgeholzten Flächen kann nun der Waldaufbau in Abstimmung mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nach dem Konzept des Vereins beginnen. Dabei sollen die Besonderheiten der Parklandschaft und markante Baumpersönlichkeiten herausgearbeitet werden, Natur und Kultur sollen harmonisch miteinander verbunden werden, wie Dr. Reinhard Mößmer vom Institut für Parkwaldgestaltung aus München, als ehrenamtlicher Berater im Verlauf der Jahresversammlung erläuterte.

Insgesamt sind im Schacky Park 2.000 neue Bäume zu pflanzen. Im Herbst dieses Jahres soll damit begonnen werden. Doch zuvor, am 22. Mai, um 11 Uhr, wird zehnjährige Bestehen des Fördervereins mit einem Jagdhorn-Konzert und der Einweihung der restaurierten Diana-Statue am Entenhaus gefeiert.

Ursula Nagl

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