Dießens Touristinfo zieht zum Bahnhof

Die Dießener Touristinfo zieht um. Das Büro, das erst seit März 2006 in der Schützenstraße angesiedelt war, wechselt an den See und bezieht das Keramik-Atelier in der Bahnhofstraße 12. Nach Ende der Saison, voraussichtlich zum 1. Oktober, kann der Umzug erfolgen, wobei die Mitglieder des Fremdenverkehrs- und Verschönerungsvereins noch selbst Hand anlegen wollen bei der Renovierung der Räumlichkeiten.

Man gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge, so Rosemarie Roßmeier, eine von acht ehrenamtlichen Mitarbeiten im Informationsbüro. Einerseits seien die Räumlichkeiten in der Schützenstraße sehr schön und angenehm gewesen und auch von den Gästen sehr gelobt worden. Andererseits habe es auch immer wieder Kritik gegeben, da die bisherige Touristinfo abseits an einer Einbahnstraße liegt und daher für einige Tagesgäste schwer zu finden war. Die neue Lage direkt am Bahnhof, wo Züge, Busse aber auch die Dampfer ankommen, sei dagegen von großem Vorteil, führt Roßmeier aus. Auch ein Parkplatzproblem gibt es am Bahnhof nicht, da die Gemeinde dort über ausreichend Stellplätze verfügt. Für den neuen Standort warb auf der jüngsten Gemeinderatssitzung Edgar Maginot (CSU), Tourismusbeauftragter und Vorsitzender des Fremdenverkehrs- und Verschönerungsvereins. Denn im Gegensatz zum Büro in der Schützenstraße, muss die Gemeinde nun 3600 Euro mehr Miete bezahlen. Die Mehrausgaben seien vertretbar, weil der Standort am Bahnhof optimal sei, so die mehrheitliche Meinung. Im ehemaligen Keramik-Atelier, das aufgegeben und derzeit geräumt wird, sei man auch für die Zukunft gut aufgestellt, betonte Antoinette Bagusat (Dießener Bürger). Maginot gab zudem zu bedenken, dass ein im künftigen Bürgerbahnhof angedachtes Touristenzentrum mit dem jetzigen Konzept des Tourismusvereins möglicherweise nicht zu vereinbaren sei, da dieses dann vermutlich das ganze Jahr über geöffnet bleiben müsse. Einstimmig befürworteten die Ratsmitglieder den neuen Standort und genehmigten die zusätzlichen Mietkosten. Es soll versucht werden, in anderen Bereichen, etwa über die Beiträge zum Tourismusverband Fünf-Seen-Land, Geld einzusparen.

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