Die To-Do-Liste ist lang

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Ein Willkommen vom Regierungspräsidenten: Christoph Hillenbrand kam zur Amtseinführung von Dietmar Bauer an die Beruflichen Schulen nach Landsberg.

Landsberg – Auf seinem Posten ist er schon seit dem 1. August, am vergangenen Freitag wurde Dietmar Bauer nun auch offiziell ins Amt eingeführt. Der 43-Jährige leitet als Nachfolger von Oswald Kurr die Beruflichen Schulen Landsberg und damit die Geschicke von über 2000 Schülern und über 100 Lehr- kräften. Neben der Schulfamilie und Vertretern von Kommunalpolitik und regionaler Wirtschaft begrüßte auch Regierungspräsident Christoph Hillenbrand den Neuankömmling im, wie er sagte, „Wilden Westen Oberbayerns“.

Sein bisheriger Werdegang habe Bauer kreuz und quer durch den Freistaat geführt, berichtete Hillenbrand. Gebürtig aus Bad Kissingen, absolvierte er zunächst eine Banklehre, studierte dann Wirtschaftspädagogik und kam über Stationen in Straubing und am Kultusministerium in München ans Berufsschulzentrum Lindau. Dies sei zwar „eine Nummer kleiner“ als das Pendant in Landsberg, so Ministerialbeauftragter Konrad Maurer, doch eine gute Vorbereitung gewesen. „Ich wüsste keinen, der besser geeignet ist als Sie, diese große Aufgabe zu übernehmen.“ Analog zu den Super-Ministern mit zwei Geschäftsbereichen sei Bauer an der Spitze von Berufsschule, FOS und BOS ein „Super-Schulleiter“. 

Weiterhin Chefsache 

Landrat Thomas Eichinger versicherte, der Kreistag werde auch weiterhin ein Hauptaugenmerk auf die Förderung der Beruflichen Schulen legen. OB Mathias Neuner würdigte diese als „Nährboden des Industriestandorts Landsberg“ und legte Bauer augenzwinkernd ans Herz, den Faschingsumzug auch weiterhin als Chefsache zu behandeln. 

Kreishandwerksmeister Michael Riedle nutzte seinen Auftritt dazu, nicht nur den neuen Schulleiter zu begrüßen, sondern auch gleich eine Lanze für die berufliche Bildung zu brechen. „Sie eröffnet bessere Berufsperspektiven als ein Hoch- schulstudium.“ Gebraucht würden nicht Theoretiker, sondern Könner mit Wissen und praktischer Intelligenz. 

Die gute Zusammenarbeit zwischen Schule, Wirtschaft und IHK betonte deren Vertreter Reinhard Häckl. Stellvertretend für die gesamte Schulfamilie hießen Personalratsvorsitzender Ingo Kaufmann, Elternbeiratsvorsitzender Thomas Planer und Schülersprecher Andreas Oehlenschläger den neuen Leiter willkommen. Dessen Ständige Vertreter Rosemarie Bastuck und Lorenz Häckl versprachen ihre uneingeschränkte Solidarität. „Wir sind froh, dass du da bist“, so die beiden. 

Nach der langen Rednerliste trat schließlich noch Dietmar Bauer selbst ans Pult. Er freue sich sehr, dass man ihm die Leitung der Berufsschule zutraue, die bayernweit einen ausgezeichneten Ruf habe und hervorragende Arbeitsbedin- gungen biete. Als „g'mahde Wies'n“ betrachtet er seine neue Wirkungsstätte trotzdem nicht, wie eine lange To-Do-Liste belegte. 

Mut und Demut 

Man sei mitten in der Einführung eines Qualitätsmanagements, müsse neue Stunden- tafeln und Lehrpläne umsetzen. Außerdem wolle man das Angebot einer dritten Fremdsprache sowie die Medienbildung ausbauen, die Inklusion vorantreiben und eine Reihe weiterer Baumaßnahmen durchführen. Er wolle diese Aufgaben mit „Mut und Selbstvertrauen, aber auch mit Demut“ angehen, so Bauer.

Ulrike Osman

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