Landsberger Überflieger

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Strahlende „Jugend musiziert“-Gewinner mit Lehrern und Gratulanten: Die beiden Lehrer Michael Groll und Stefan Schmid, die Preisträger Christina Lachenmeir, Tobias Leupold und Laurenz Heugel sowie Musikschulleiter Lothar Kirsch und OB Mathias Neuner (von links).

Landsberg – „Wir sind stolz auf unsere Drei!“ Oberbürgermeister Mathias Neuner ehrte mit einem Festakt im Rathaus die diesjährigen Gewinner des Bundeswettbewerbs von „Jugend musiziert“. Das Gitarrenduo Christina Lachenmeir und Tobias Leupold belegte in der Altersklasse V den zweiten Preis, der 14-jährige Laurenz Heugel erreichte mit seinen Schlagwerkkünsten sogar den ersten Preis (der KREISBOTE berichtete).

Die drei Musiker gehörten zu den Besten in ganz Deutschland, betonte Neuner. Die Musikschule Landsberg sei verwöhnt, weil sie es jedes Jahr wieder schaffe, Preisträger auf Bundesebene zu haben. „Das liegt natürlich auch an den geduldigen Lehrern“, lobte er Gitarrenlehrer Michael Groll und Schlagzeuglehrer Stefan Schmid. Es bedürfe nicht nur Talent, sondern auch viel Arbeit, um „Handwerkszeug in ein Stück Kunst zu verwandeln.“ Er hoffe, dass die drei Jugendlichen ihren Instrumenten treu bleiben: „Wir freuen uns auf neue Profimusiker aus Landsberg.

Mit Gefühl

Ihr Können zeigten die drei bei einem Mini-Konzert: Das Gitarrenduo Lachenmeir/Leupold gab „Micropezias Nr. 5“ von Leo Brouwer zum Besten –Variationen auf den Kanon „Frère Jacques“, die die Melodie in immer neue Facetten gliedern. Beide spielten mit Gefühl, meisterten schnelle Läufe und überzeugten durch ihr gutes Zusammenspiel. Laurenz Heugel zauberte auf seiner Snare Drum das „Asventuras“ von Alexej Gerassimez: Mit Sticks, Besen, Fingerknöcheln und Handflächen zeigte er, was alles in so einer „kleinen Trommel“ steckt.

Die 16-jährige Christina Lachenmeir und der 17-jährige Tobias Leupold sind sich jetzt schon sicher, dass sie weiterhin Gitarre spielen werden – auch gerne als Duo. „Aber wir wollen, dass es unser Hobby bleibt.“ Beide treffen sich noch einmal pro Woche, um in einem Gitarrenquintett mitzuspielen. Laurenz hingegen kann sich gut vorstellen, einmal professioneller Schlagzeuger zu werden – gerne in einer Band, und gerne mit Auftritten weltweit.

„In Bayern sind die Kriterien für den Bundeswettbewerb besonders hoch“, erklärt Schmid. „Hier lassen die nur Überflieger durch.“ Acht dieser Überflieger hat Schmid schon auf den ersten Platz gebracht. Das Stück „Asventuras“ habe er erst vor Kurzem gehört – von einem über 30-Jährigen, der seinen Master-Abschluss damit machte. Im Schlagwerk müsse man für den ersten Preis besonders brillieren: „Ein krasses Solo, virtuos auf dem Marimba und noch ein weiteres Instrument muss man da schon bringen.“

Endlich geklappt

Sowohl Groll als auch Schmidt engagieren sich für ihre Schüler: Extrastunden am Wochenende sind vor einem solchen Wettbewerb wie „Jugend musiziert“ nicht selten. „Und dann organisiere ich noch zusätzliche Vorspiele, damit sie Übung bekommen“, erzählt Groll. Nervosität sei bei diesen Wettbewerben nicht zu unterschätzen. Das hat sich ausgezahlt: Seine Schüler haben schon viele Preise bei Regional- und Landeswettbewerben bekommen, waren aber oft zu jung, um weitergeleitet zu werden. Jetzt endlich hat es mit dem Preis auf Bundesebene geklappt.

Susanne Greiner

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