Gletscherwelt erforschen

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Zwölf Schüler des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums unternahmen im Rahmen eines P-Seminars eine Hochgebirgsexkursion, um mehr über Gletscher zu erfahren.

Landsberg – Im Rahmen ihres Projekt-Seminars führten zwölf Schüler des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums eine von ihnen geplante und selbst organisierte Hochgebirgsexkursion auf die Gletscher oberhalb der 2.755 Meter hoch gelegenen Vernagthütte in den Ötztaler Alpen durch. Weder Regen, Schneefall noch Gewitter – gelegentlich schien aber auch die Sonne – konnten den Forscher- und Erlebnisdrang der Schüler bremsen.

Sie arbeiteten und befassten sich gemeinsam oder in Kleingruppen mit folgenden Themen: Meteorologische Messverfahren, Gletscherabflussmessung, vergleichende Pflanzenkartierung im periglazialen Milieu, Gletscherbewegungen und Massenschwund, Schneedichtemessung, Orientierung mit Karte, Kompass, Höhenmesser und GPS.

Als externe Experten standen der über Deutschland hinaus bekannte und begeisterte Glaziologe Dr. Ludwig Braun, die bergerfahrene Diplom-Geographin Martina Reinwald und der ehemalige Kulturreferent der DAV-Sektion Berlin Warmund Koch zur Verfügung. Neben den Arbeiten im Freien bereicherten Fachvorträge und ein Film zur Transhumanz über den Alpenhauptkamm das Wissen der Schüler.

Ein geplanter Höhepunkt, die Besteigung des 3.500 Meter hohen Fluchtkogels über den Guslarferner, musste wetterbedingt aufgrund von Neuschnee abgesagt werden. Ersatzweise bot eine von den Schülern abwechselnd geführte Tour auf und um die Mittlere Guslarspitze (3.128 m) einen beeindruckenden Blick in die Berg- und Gletscherwelt nahe der Wildspitze und dem Fundort von „Ötzi“. Eine weitere Tour führte zum Gletschertor des Vernagtgletschers, dessen Abflussverhalten seit Jahrzehnten an der Pegelmessstation der Kommission für Glaziologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften erforscht und dokumentiert wird. Auf dem Guslarferner, in knapp 3.100 Metern Höhe, führte der Leiter der Kommission für Glaziologie, Dr. Ludwig Braun, mit den Schülern eine fast zwei Meter tiefe, bis auf das Gletschereis reichende Schneedichtemessung durch. Weder Wind noch Schneefall konnten dort den Forscher­drang der Gruppe bremsen.

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