Ebenbürtige Gegner: Landsberg und Allach

Eine Standortbestimmung hat das Spiel in der Landesliga-Süd für beide Mannschaften werden sollen – vor allem die Landsberger Handballer wollten zeigen, dass sich die Kräfteverhältnisse seit der Hinspielniederlage verschoben hatten und das gelang ihnen auch gut. Sie wären wohl auch als Sieger vom Platz gegangen hätten am Schluss die Schiedsrichter nicht das Zünglein an der Waage gespielt.

In der kampfbetonten Partie zeigten sich beide Mannschaften zu Beginn als ebenbürtig. Nach einem ersten Abtasten konnten sich die Landsberger zwar einen kleinen Vorsprung erarbeiten (zum 7:4 in der 12. Minute) .Die Gastgeber ließen sich davon jedoch nicht verschrecken und glichen mit drei Toren in Folge aus (zum 7:7 in der 16. Minute). Nun ging es in einem offenen Schlagabtausch ohne dass sich jemand absetzen konnte, erst zu Pause hin legten die Gäste aus Landsberg zwei Tore zum 16:14 vor. Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten jedoch die Allacher, Landsberg dagegen ließ in der Konzentration nach und brauchte zu viele Versuche um ein Tor zu erzielen. Schließlich lagen die Landsberger drei Tore hinten (24:27 in der 46. Minute). Aber die Mannschaft hatte schon in den letzten Wochen immer wieder gezeigt, dass sie sich wieder fangen kann, und kam auch diesmal wieder zurück. Tomas Schwirkmann und Alex Neubauer machten gehörig Druck aus dem Rückraum und Jörg Friedrich traf vom Kreis. So ging es lange hin und her und die Landsberger hätten sich am Schluss wohl auch einen deutlichen Vorsprung erarbeitet, wenn die Schiedsrichter sie gelassen hätten. Sehr zur Verwunderung aller, auch die Gastgeber sahen das so, wurde nun fast jeder Ballkontakt mit einem Pfiff gestoppt. Marco Müller bekam eine Strafzeit und Tomas Schwirkmann auf Grund seiner dritten Zeitstrafe sogar die rote Karte. Aber es spricht für die Moral der Mannschaft, dass sich auch unter diesen Bedingungen nicht aufgegeben hat sondern weiter kämpfte. So lag der TSV Landsberg sogar vier Sekunden vor Schluss ein Tor vorne, als es wieder einmal einen Siebenmeter für die Gastgeber gab. Diesen parierte Andi Meßner auch hervorragend nur gegen den Nachwurf, als der Abpraller einem Allacher vor die Füße fiel, war er machtlos. Pech, aber entschieden wurde das Spiel in den Minuten vorher. Mit gemischten Gefühlen blickte der Landsberger Trainer Hubert Müller auf das Spiel zurück: „Der eine Punkt ist auf jeden Fall mal ein gewonnener Punkt. Man hat gesehen welche positive Entwicklung unsere Mannschaft seit dem Hinspiel gemacht hat. Sie hat auch heute wieder Moral und Einsatz gezeigt, auch spielerisch können wir auf jeden Fall gut mithalten, insgesamt eine super Leistung. Von daher hätten wir eigentlich auch einen zweiten Punkt mitnehmen müssen. Aber schade, wenn durch solche Umstände das Ergebnis bestimmt wird.“ Jetzt gilt es für den TSV am Samstag, um 17.30 Uhr, in der Isidor-Hipper-Halle, gegen den punkgleichen SC Kissing den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt zu machen.

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