Edeka-Frischelager schon in Betrieb

"Wie ein großes Tetris-Spiel"

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Die Gabelstapler im Frischelager des neuen Edeka-Logistigzentrums im Frauenwald rollen schon längst, das vollautomatisierte Trockenlager geht im Juni in Betrieb.

Landsberg – Obst und Gemüse, ebenso Milchprodukte sind schon da – Waschmittel, Schokolade und Müsliriegel kommen erst noch. Im Januar hat Edeka mit dem Frischwarensortiment einen Teil des neuen Logistikzentrums im Landsberger Frauenwald in Betrieb genommen.

Im Juni soll dann laut Betriebsleiter Markus Hirschbeck dort auch das gesamte Trockensortiment für die 270 zu beliefernden Edeka-Märkte im vollautomatisierten Hochregallager Platz finden – insgesamt 46600 Europaletten. Ab vier Uhr morgens rollen bereits die Lkw auf das Edeka-Gelände und liefern Frischwaren. Mittags beginnen die Kommissionierer im Lager die Bestellungen für die einzelnen Märkte im Raum Südbayern zusammenzustellen. „Ab Mitternacht wird dann von hier aus wieder ausgeliefert“, erklärt Betriebsleiter Markus Hirschbeck. „Das ist das gleiche System und die gleiche Technik, wie in den alten Lagern, nur hier ist alles größer.“ Neu ist in Landsberg aber das vollautomatische Hochregallager. 270 Edeka-Märkte können daraus ab Juni nicht nur mit dem kompletten Frische- sondern auch mit dem vollständigen Trockensortiment beliefert werden. Momentan kommen Produkte wie Schokolade, Marmelade oder Drogerieartikel noch aus den alten Lagern in Betzigau und Penzberg in die Geschäfte. Diese Lager machen zu, wenn das in Landsberg in Betrieb genommen wird. Edeka habe den Mitarbeitern der alten Lager angeboten, in Landsberg zu arbeiten. „Wir sind froh um jeden, der mitkommt“, erklärt Markus Hirschbeck. „Dazu haben wir extra einen Sozialplan erarbeitet.“ Insgesamt habe Edeka zehn Autos angeschafft, mit denen die Arbeiter in Fahrgemeinschaften von den alten Standorten zum neuen Zentrallager fahren können. Obwohl das Hochregallager vollautomatisch ein- und ausgeräumt wird, sind trotzdem rund 100 Mitarbeiter dort tätig – insgesamt arbeiten ab Juni rund 350 Mitarbeiter im Logistikzentrum. 20 davon kommen als Wartungsteam von Witron, der Firma, die das automatische Regalsystem entwickelt hat. Das System berechnet selbstständig, welcher Lagerplatz für die jeweilige Ware am geeignetsten ist und erfasst alle Daten zentral. „Das System denk mit“, erklärt Hirschbeck. Insgesamt passen in das 32 Meter hohe Trockenlager 46600 Europaletten. Kleinere Artikel wie Duschgel oder Zigaretten werden auf sogenannten Tabletts gelagert. „Das ganze System hier ist wie ein großes Tetris-Spiel“, vergleicht der 33-jährige Betriebsleiter Markus Hirschbeck. Obwohl das Trockenlager erst im Juni in Betrieb geht, befassen sich schon IT-Fachleute und Programmierer mit dem System und die Führungskräfte im Trockenbereich sind ebenfalls bereits vor Ort. „Wir bauen das Team schon langsam auf, damit wir vorbereitet sind.“

Janina Bauch


Edeka-Zentrallager: Trockenlager geht im Juni in Betrieb

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