"Eigenartige" Ablehnung

Eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage, wie hier der Solarpark Penzing, wird es auf den ehemaligen Mülldeponien im Landkreis vorerst nicht geben. Foto: Kruse

Kreiskämmerer Jürgen Felbinger hatte keine frohe Kunde für die Mitglieder des Kreisausschusses: Mit den Plänen für zwei neue Photovoltaik-Anlagen auf ehemaligen Mülldeponien im Landkreis wird es wohl vorerst nichts werden. Grund ist die ablehnende Haltung der Gemeinden Egling und Penzing. „Das sind Flächen, die sonst zu nichts nutze sind. Wenn sich jeder so verhält, wird das nie etwas mit der Energiewende“, machte Dr. Manfred Rapp (CSU) seinem Unmut Luft.

Bevor der Landkreis auf die Suche nach Investoren gegangen wäre, waren die ersten Ansprechpartner die Gemeinden, so Kreiskämmerer Felbinger, da diese einen Bebauungsplan erstellen müssten. Die jeweiligen Gemeinderäte lehnten das allerdings mehrheitlich ab. „In Penzing will man sich nur noch an einer einzigen, wesentlich größeren Anlage an der Bahnlinie beteiligen“, sagte Jürgen Felbinger, aus Egling gab es keine Begründung. „Damit können wir nicht weiter agieren und müssen das zu den Akten legen.“ „Das können wir nicht klaglos hinnehmen“, meinte Rapp dagegen. „Wir sollten in Penzing noch einmal nachfragen, ob es dabei bleibt, auch wenn ein Investor von außen kommt. Und in Egling lehnt man das wohl ab, weil man es generell nicht für nötig hält. Dabei zählt auf den Mülldeponien das Argument nicht, dass man der Landwirtschaft Flächen wegnimmt. Ein geeigneteres Gelände gibt es nicht.“ Monika Groner (GAL) fand die Ablehnung „schon etwas eigenartig. Immerhin sind wir da in Abstimmung mit den Gemeinden mit einem Gutachten, das wir finanziert haben, in Vorlage gegangen.“ Peter Ditsch (CSU), der den kranken Landrat Walter Eichner als Vorsitzender in der Kreisausschusssitzung vertrat, stimmte dem prinzipiell zu. „Wir sollten noch einmal nachfragen und auf die wertlosen Flächen hinweisen“, meinte Ditsch, aber: „Die Planungshoheit liegt letztlich bei den Gemeinden, das ist klar.“

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