Eindeutige Angelegenheit

Gleich zehn Mal zappelte der Puck am Freitag im Tornetz der Wölfe aus Bad Kissingen, was die deutliche Niederlage gegen den HC Landsberg besiegelte. Foto: Krivec

Mit einem unerwarteten Torfestival am Freitag in Landsberg legte der HC Landsberg den Grundstein für den glatten Einzug ins Finale um die Bezirksliga-Meisterschaft. Mit 10:1 (3:0, 4:1, 3:0) fertigte man die Wölfe aus Bad Kissingen – immerhin souveräner Erster der Bezirksliga Nord – ab. Das 2:3 am Samstag in Bad Kissingen war damit nur noch Formsache, die Riverkings setzten sich hoch und verdient durch.

Der Sieg vom Freitag ging auch in der Höhe verdient in Ordnung, das Spiel hätte allerdings auch 20:8 ausgehen können. Beide Mannschaften (die als Erste bereits zuvor aufgestiegen waren) setzten voll auf Offensive, mindestens ein Stürmer lauerte meistens an der gegnerischen blauen Linie auf die Scheibe. Dass damit die Verteidigungsarbeit nicht im Vordergrund stand, erklärt sich auch aus der dünnen Personaldecke. Aus beruflichen Gründen reiste Bad Kissingen mit nur zehn Feldspielern an, auch der HCL konnte nur deren elf aufbieten; mit Wedl, Zeck und den umfunktionierten Stürmern Ralph Crisan und Matthias Hitzelberger hatte man wie der Gegner nur vier Verteidiger zur Verfügung. Den gut 120 Zuschauern war's egal, sie sahen ein Offensiv-Feuerwerk, in dem die Riverkings allerdings über die gesamte Partie die spektakuläreren Aktionen zeigten. Alex Wedl mit seiner ganzen Routine und Übersicht hatte sich an diesem Abend offensichtlich vor allem auf lange Pässe in den Slot vorbereitet und war auch zweimal als Vorlagengeber erfolgreich damit. Zudem traf er in der 25. Minute auch noch selbst, als er ungewohnt weit vorn die Angriffsbemühungen unterstützte. Auch ansonsten gab es genügend Spektakuläres zu sehen: Ville Dollhofer und Speckamp sorgten bereits in den ersten zwei Minuten für die 2:0-Führung, Geuß traf binnen zwölf Sekunden zweimal (zum 5:0 und 6:0 in der 31. Minute), Simmler lief in Unterzahl wieder einmal allen davon und verwandelte souverän (34.), schoss das 8:1 nach der schönsten Kombination des Abends mit Klemm und Hanemann in der 45. Minute und verschoss in der Schlussminute noch einen an ihm verschuldeten Penalty. Standing Ovations erntete allerdings während der Partie vor allem Riverkings-Goalie Michael Falkenberger. Der Vollspagat, mit dem er im ersten Drittel einen Nachschuss auf das eigentlich leere Tor abwehrte, war so in Landsberg seit den Zeiten eines Dennis Endras nicht mehr zu sehen. Während seine Mannschaftskollegen vorne nach Herzenslust zauberten, hielt Falkenberger hinten den Kasten genauso spektakulär sauber, auch wenn die Gegenspieler zu zweit oder zu dritt vor ihm auftauchten. Nun gegen Augsburg Als es nach dem ersten Drittel im Rückspiel noch 0:0 stand, war klar, dass die Wölfe den klaren Rückstand nicht mehr aufholen können würden. Der angereiste Jojo Hicks und Bonenberger trafen für Landsberg, die Gastgeber konnten lediglich zwei Überzahltore durch Kaufmann und Brome sowie den Treffer durch Stöpel dagegensetzen. Damit geht es für die Riverkings am kommenden Wochenende in den Finalspielen gegen Augsburg um den Titel des Bezirksliga-Meisters (siehe nebenstehender Bericht).

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