Eine äußerst knappe Angelegenheit – Landsbergs Handballer unterliegen Tabellenführer SC Kissing in letzter Minute

n der sehr ausgeglichenen Handball-Lan­des­liga Süd war das Spiel für den TSV Landsberg ebenso richtungweisend wie für den SC Kissing: Wer oben dran bleiben wollte musste gewinnen, der Verlierer würde sich zunächst einmal weiter unten in der Tabelle wiederfinden. Wobei Kissing angesichts seines erheblich verstärkten Kaders als klarer Favorit ins Spiel ging. Davon war aber nicht so viel zu sehen, gewonnen hat letztlich das etwas konsequenter spielende Team. Und am Schluss war auch noch Glück dabei.

Die Landsberger erwischten zunächst den besseren Start und gingen bis zur 5. Minute mit 4:2 in Front. Dann kam Kissing auf, glich aus (4:4/7.) und erarbeitete sich langsam eine Führung. Gerade in 1:1-Situationen zeigte sich die Landsberger Deckung nicht immer ganz auf der Höhe. Entscheidender waren aber die vielen unnötigen Ballverluste des TSV im Angriff – was sich durch das ganze Spiel zog. Technische Fehler, unverständliche Fehlpässe und überhastete Einzelaktionen ermöglichten dem Gegner immer wieder Gegenstöße, die er sicher verwandelte und so seinen Vorsprung ausbaute – 6:12 stand es nach 23 Minuten. Spielerisch konnten die Gastgeber wahrlich nicht überzeugen, da hatten die Landsberger als Team mehr zu bieten – nur brachten sie ihre Aktionen zu wenig zu einem erfolgreichen Ende. Da ist offensichtlich das Vertrauen in die eigene Stärke als Team noch nicht so richtig in den Köpfen verankert und zu oft versucht man das dann ungeduldig durch individuelle Aktionen zu lösen. Nach der Pause (11:15) lange Zeit dasselbe Bild, die Gäste ermöglichen den Kissingern leichte Tore und bringen das Spiel selbst zu oft nicht richtig zu Ende (16:22/42.) Aber an der Motivation und dem Einsatz fehlt es bei den Landsbergern ja nicht, aus einer nun kaum mehr zu überwindenden Deckung heraus holten sie nun fünf Tore in Folge zum 20:22 auf. Die Partie stand ab der 52. Spielminute auf der Kippe. Kissing kam auch in Überzahl kaum mehr durch. Leider fehlte es jetzt dem TSV Landsberg etwas an der Abgeklärtheit und Ruhe, um seine Chance zu nutzen. Zwar kamen die Lechstädter in der letzten Minute sogar noch auf ein Tor heran, doch war in den letzten Spielsituationen das Glück auf der Seite des Gegners. Statt des Ausgleichs fiel der Treffer zum 23:25-Endstand. Nach der Niederlage findet sich der TSV Landsberg nun im breiten Mittelfeld wieder. „Heute haben wir es dem Gegner viel zu leicht gemacht,“ so Landsbergs Trainer Hubert Müller nach dem Spiel. „Aber eine Mannschaft muss wachsen, gerade auch im mentalen Bereich, und da befinden wir uns sicher mitten im Reifungsprozess und nicht am Ende. Wir müssen lernen, mehr die taktische Disziplin zu wahren und nicht vorlauter Motivation die Team­- arbeit zu vernachlässigen. Motivation ist wichtig, da kann man dieser Mannschaft wirklich nichts vorwerfen, aber es ge­hört auch der Blick aufs Ganze dazu. Und natürlichen ist ein Spieler wie Tomas Schwirkmann in solchen Situationen für uns kaum zu ersetzen.“ Am kommenden Wochenende haben die Handballer des TSV Landsberg spielfrei bevor es zum aktuellen Tabellenzweiten, der HSG Kirchheim/Anzing geht.

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