Eine gute Basis

Die Besten ihres Jahrgangs (vorne von links): Anita Karl, Lisa Schützenberger, Daniel Asir, Sandra Nachbaur, Martina Rampp und Hans Schropp sowie (hinten von links) Sebastian Wenger, Tobias Ried und Heiko Aleithe, dahinter Klaus Schmalholz (Volks- und Raiffeisenbanken, links) und Thomas Krautwald (Sparkasse Landsberg-Dießen). Foto: Osman

190 Absolventen sind in der vergangenen Woche feierlich von der Staatlichen Berufsschule Landsberg verabschiedet worden. Sie erwischen einen idealen Zeitpunkt für den Eintritt in den Arbeitsmarkt, erklärte Jörg Engelmann, Leiter des Referates Bildungspolitik bei der Industrie- und Handelskammer (IHK). Qualifizierter Nachwuchs werde allenthalben gesucht, und erst im nächsten Jahr werde nach dem Wegfall der Wehrpflicht der Andrang größer sein.

Engelmann beglückwünschte die frischgebackenen Fachkräfte zu ihrem eingeschlagenen Weg. „Alles strebt nach höheren Weihen, dabei gibt es über die Berufsausbildung wunderschöne Karrieremöglichkeiten.“ Zu den Berufsschulabsolventen zählen zehn Büro-, neun Bank- und sechs Einzelhandelskaufleute, drei Verkäufer, drei Maurer, 27 Elektroniker für Geräte und Systeme sowie 42 Industriemechaniker. Die größte Gruppe stellen die Mechatroniker für Lkw und Pkw mit insgesamt 90 Absolventen. Ihnen allen überbrachte Landrat Walter Eichner (CSU) die Glückwünsche des Landkreises. „Ich gehe davon aus, dass Sie nicht abgeschrieben haben“, scherzte der Landkreis-Chef. Auch er bestärkte die jungen Leute darin, zuversichtlich ins Berufsleben zu starten, biete doch die Region mit ihrem starken Mittelstand, der guten Infrastruktur und den ebenso guten weichen Standortfaktoren – Kinderbetreuung, Kulturangebot, Freizeitwert – beste Voraus­- setzungen dafür. Das Statistische Landesamt bescheinige dem Landkreis Landsberg im neuen Chancen-Index, dass die regionalen Firmen gut aus der Krise gekommen seien. Klaus Schmalholz überreichte als Sprecher der Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis den von diesen und der Sparkasse Landsberg-Dießen gestifteten Besten-Preis – je einen Einkaufsgutschein über 100 Euro – an die neun erfolgreichsten Absolventen. Er bezeichnete eine solide Berufsausbildung als gute Basis für die spätere berufliche Laufbahn. „Dafür ist nicht unbedingt das Abitur nötig“, so Schmalholz. Zuverlässigkeit, Einsatzfreude und praktisches Wissen seien für ein gutes Fortkommen genauso wichtig, ebenso wie eine stetige Weiterentwicklung. Schulleiter Oswald Kurr entließ seine Schüler mit der Aufforderung, ihre Zukunft aktiv und selbstbewusst zu gestalten. „Die Weiterentwicklung der Gesellschaft hängt von Ihrer Initiative ab“, so Kurr. Dabei müsse jedem klar sein, dass die Gestaltung der Zukunft kein bequemer und einfacher Weg sei und es auch nicht sein dürfe. „Wenn alles einfach geht, liegt der Verdacht nahe, es geht bergab“, sagte der Schulleiter. Die Freisprechung übernahm in diesem Jahr Werner Huttner stellvertretend für Kreishandwerksmeister Ernst Höss. Den musikalischen Rahmen des Abends setzte das Bläserensemble Marktoberdorf. Als Klassenbeste wurden besonders geehrt: Sandra Nachbaur (Bürokauffrau), Daniel Asir (Kfz-Mechatroniker Pkw), Martina Rampp (Bürokauffrau), Sebastian Wenger (Industriemeckaniker), Tobias Ried (Mecha­- troniker), Hans Schropp (Elektroniker für Geräte und Systeme), Lisa Schützenberger (Kauffrau im Einzelhandel), Heiko Aleithe (Kfz-Mechatroniker Pkw) und Anita Karl (Bankkauffrau).

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