Was eine Pause bewirken kann – Nach der Halbzeit siegte der TSV Landsberg klar über Allach mit 33:23

Im ersten Heimspiel der neuen Saison hat der TSV Landsberg in der Landesliga Süd den TSV Allach empfangen. Und nach einer fahrigen ersten Halbzeit spielte man die Gäste am Schluss regelrecht an die Wand (33:23). Offensichtlich will das Landsberger Sportpublikum gerne Handball sehen wenn die Rahmenbedingungen stimmen, denn das Sportzentrum war gut gefüllt und man bekam ein spannendes schnelles Spiel geboten.

Zunächst lief es jedoch für die Gastgeber nicht so gut. Fast übermotiviert gingen sie vor heimischem Publikum ins Spiel. Hinzu kam wohl ein ganzes Stück Nervosität, denn im schnellen Siel unterliefen viele leichte Fehler und die Chancenverwertung war mehr als mangelhaft. Anfangs setzten sich die Landsberger zwar noch etwas ab (6:4, in der 11. Minute), doch die Gäste hielten dagegen und nutzten das unkonzentrierte Landsberger Spiel um aufzuholen und sogar in Führung zu gehen (9:11, in der 20. Minute). Die Gastgeber zeigten in dieser Phase zu wenig Effizienz im Angriff und agierten insgesamt eher verunsichert. Auch nach der von den Mädchen der HipHop-Tanzgruppe „Bootylicious“ des TSV Landsberg gestalteten der Pause (12:14) nutzte Allach seine Chance und ging mit gleich mit drei Toren in Führung. Aber dann hielt der eingewechselte Benjamin Kobold im Landsberger Kasten mit traumhaften Reflexen drei Würfe in Folge und die eigene Abwehr steigerte sich zusehends. Zwar ging im Angriff immer noch manches daneben, aber aufgeben gab es in der Mannschaft nicht: Mit ungebrochener Moral wurde weiter gekämpft. So fiel endlich der Ausgleich (15:15, in der 35. Minute). Der postwendende Gegentreffer wurde gleich wieder ausgeglichen und dann liefen auch die Landsberger Angriffe immer besser. Sowohl vom Sieben-Meter-Punkt als auch von außen war Oliver Götsch nicht aufzuhalten, zehn Treffer gingen allein auf sein Konto. Hohes Tempo Die Abwehr ließ nun zehn Minuten lang zwei Gegentore zu, sodass man sich auf 23:18 absetzen konnte. Dank ihrer ausgeglichen besetzen Bank hielten die Landsberger das Tempo unverändert hoch. Auch die „zweite“ Reihe ließe keine Qualitätseinbuße erkennen. Ihre Gegner dagegen zeigten langsam Verschleißerscheinungen und mussten nach Ballverlusten immer wieder erfolgreich verwandelte Gegenstöße hinnehmen. Mit schön herausgespielten Toren wurde der Vorsprung ausgebaut – das Publikum war zufrieden und hatte Grund zum Feiern. „In der ersten Halbzeit haben wir sicher nicht gut gespielt, da stand sich die Mannschaft selbst im Weg“, kommentierte der Landsberger Trainer Hubert Müller nach dem Spiel, „aber die Mannschaft hat einfach eine tolle Moral und Geschlossenheit, da wird einfach weitergemacht, auch wenn mal was misslingt. Einfach super wie sie dran geblieben sind und aus der sicheren Abwehr raus das Spiel letztlich verdient so klar gewonnen haben. Ich denke wir haben dann gezeigt, dass mit uns bis zur letzten Minute voll zu rechnen ist.“ Gleich am morgigen Donnerstag wird das im nächsten Heimspiel um 20.30 Uhr im Sportzentrum gegen den TSV Schwabmünchen wieder unter Beweis zu stellen sein.

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