Hilfe für brasilianische Kinder

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Brasilianische Straßenkinder im Kindertagesheim in Lajedão: Der Eine-Welt-Förderkreis Windach unterstützt das Projekt bereits seit 20 Jahren.

Windach – Der Verein „Eine-Welt-Förderkreis Windach“ feiert das 20-jährige Bestehen des Kindertagesheimes in Lajedão/Brasilien. Durch das Projekt wird brasilianischen Straßenkindern ein zu Hause gegeben und deren Ausbildung und Zukunft gesichert.

Der Eine-Welt-Laden in Windach unterstützt das Kindertagesheim durch mindestens 98 Prozent seiner Einnahmen. Mit einem rauschenden Fest feierte das Kindertagesheim in Lajedão in Brasilien sein 20-jähriges Bestehen. Die Gründerin des Heimes Nilva Viana Cardoso wurde dabei für ihren einmaligen Einsatz geehrt. Sie selbst lebt in Lajedão und gründete im Oktober 1993 ein Tagesheim für Straßenkinder, weil sie die unwürdigen Lebensbedingungen vieler Kinder in ihrem Heimatort nicht mehr akzeptieren wollte. Ihre selbstlose Arbeit für den Ort wurde vom Gemeinderat von Lajedão gewürdigt und im Zuge dessen wurde auch das Wirken des Eine-Welt-Förderkreises Windach e.V. lobend erwähnt: „Wir finden, alle Mitglieder, Spender und Unterstützer des Kinderheimes in Lajedão können mehr als zufrieden sein mit ihrer beständigen und beharrlichen Hilfe, mit der dieses Projekt über so viele Jahre erfolgreich mit- und weiterentwickelt werden konnte“, so die Vorstandschaft des Vereins in ihrem Jahresbericht. Mindestens 98 Prozent des Erlöses des rein ehrenamtlich geführten Eine-Welt-Ladens in Windach fließt in das brasilianische Kindertagesheim. 

Viel für die Bildung 

Viele ehemalige Kinder sowie Mitarbeiter des Tagesheimes waren gekommen, um das Jubiläum im Heim zu feiern. Landestypische Speisen und zahl­- reiche Fotos zeigten die Ereignisse der letzten Jahre. Der Verein Eine-Welt-Förderkreis Windach setzt sich vor allem auch für die Bildung der in der Tagesstätte beheimateten Straßenkinder ein. Im letzten Jahr gelang es dem Verein, drei Patenschaften zu gewinnen: Die Schülermitverwaltung des Ignaz-Kögler-Gymnasiums Landsberg übernimmt beispielsweise die Patenschaft für die Ausbildung von Julia Tereza Santana, die den Beruf der Krankenschwester erlernen möchte. Der Verein hat in dieser Hinsicht schon einiges geleistet. Drei Jugendliche werden demnächst ihre Berufsausbildung beenden: „Wir hoffen, bald gratulieren zu können“, erklärt die Vorstandschaft des Vereins.

Doch die Hilfe für die Kinder wird immer notwendiger: Durch die steigenden Lebenshaltungs-, Lohn- und Verwaltungskosten können nicht mehr wie bisher 50 sondern nur noch 38 Kinder das Tagesheim besuchen. Das Projekt wird zwar auch im Jahr 2014 bestehen, danach wird man aber sehen müssen, wie es weitergehen wird.

Astrid Erhard

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