LTG 61 in Penzing:

Propeller laufen auch nach 2018

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Für eine spätere Nutzung des Fliegerhorstes Penzing gibt es eine Reihe von Einschränkungen. Viele Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Solange der Flugbetrieb läuft, gelten darüber hinaus zusätzliche Regeln aus dem Luftsicherheitsgesetz.

Penzing/Landsberg – „Vielleicht können wir im Oktober weitere Aussagen zum Flugbetrieb in Penzing machen; unser aktueller Wissensstand ist aber, dass Ende 2017 das Lufttransportgeschwader 61 aufgelöst werden soll.“ Mehr konnte der neue Kommodore der Penzinger Transportflieger, Oberstleutnant Daniel Draken, den Mitgliedern des IHK-Gremiums Landsberg- Weilheim-Schongau derzeit nicht verraten.

Für Oberstleutnant Draken war es der erste öffentliche Auftritt als LTG 61-Kommodore und als Standortältester in Penzing. Vor den Mitgliedern des IHK-Gremiums Landsberg-Weilheim-Schongau gab Draken mit Kasernenkommandant Peter Hammer einen Überblick über die Liegenschaften des Fliegerhorstes. Das gesamte Gelände stehe derzeit im Eigentum des Bundes und solle im Rahmen der Bundeswehrreform einer zivilen Nutzung zugeführt werden.

„Auch wenn das LTG 61 aufgelöst wird, heißt das nicht, dass hier nach 2018 keine Flugzeug mehr landen“, betonte der Kommodore. „Wir haben hier eine Werft“. Das bedeute, falls die Transall noch einige Zeit weiter betrieben werden müsse, weil sich etwa die Auslieferung des Nachfolgemusters Airbus A400M weiter verzögere, müsse auch der Fliegerhorst wegen des Werftbetriebes weiter betrieben werden.

Die Penzinger Spezialisten sind, wie im KREISBOTEN berichtet, unter anderem auch auf die Hochteileverwertung beim „Ausschlachten“ der Transall spezialisiert. Diese Ersatzteile werden benötigt, um die schrumpfende Transallflotte weiter in der Luft zu halten, da es kaum mehr neue Ersatzteile gibt.

Die Überlegungen über die zukünftige Nutzung der frei werdenden militärischen Liegenschaften, beispielsweise als Gewerbegebiet, seien daher mit Einschränkungen verbunden, betonte Draken. Man müsse zwischen der Kaserne und dem Flugplatz selbst unterscheiden. Letzterer unterliege gesetzlichen Regeln, die es zu beachten gelte. Grundlage seien unter anderem die Bestimmungen des Luftsicherheitsgesetzes und auch des Bauschutzes.

Unter Denkmalschutz

Einschränkungen für eine zukünftige anderweite Nutzung gäbe es im Kasernenbereich ebenfalls. Dort befinden sich die Unterkünfte, Büros, Lagerbauten und Sportanlagen, beschrieb Kasernenkommandant Hammer. Und: „Viele der Gebäude stehen unter dem Denkmalschutz“. Der Fliegerhorst stammt aus dem Jahr 1935. Die damalige Architektur mit der aufgelockerten Bauweise und der aufwändigen Gestaltung in strenger Form des alpenländischen Heimatstils sollte die Sonderstellung der Luftwaffe zum Ausdruck bringen, heißt es in der Begründung des Denkmalschutzes.

Zuständig für die Vermarktung ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, früher Bundesvermögensverwaltung. Im Internet ist bereits eine Vorankündigung mit den Standortdaten erschienen.

Siegfried Spörer

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