Mit einem Sieg in die Play-offs

Mit einem Sieg hat der EV Landsberg 2000 die Saison begonnen, mit einem Sieg hat er sie auch beendet. Zumindest die Hauptrunde, denn am letzten Spieltag gewann die Mannschaft beim EV Füssen mit 6:4. Damit beendet der EVL die Saison auf Rang sechs und trifft in den Play-offs jetzt auf den EC Peiting. Vor dem Erfolg bei den Allgäuern gab es allerdings noch einmal zwei deftige Niederlagen.

Unter der Woche stand zunächst das Wiederholungsspiel gegen den EC Bad Tölz an. Nach dem ersten Drittel sah es noch gut aus. Obwohl den Landsberger mit Schmelcher, Holmgren, Switzer und Waitl gleich vier Stammkräfte fehlten, gingen sie mit einem 1:0 in die erste Pause. Michal Kapicka besorgte schon mit einem Nachschuss in der vierten Minute die Führung. Allerdings musste EVL-Goalie Alexander Reichelmeir in den ersten 20 Minuten mehrfach in höchster Not retten. Kaum waren Reichelmeir und Co. aber wieder auf dem Eis, stand es plötzlich 1:2. Innerhalb von nur 13 Sekunden hatten Franz Mangold und Christian Urban mit ihren Treffern das Spiel zugunsten der Gäste gedreht. In der 28. Minute kam aber alles noch schlimmer. Christian Urban kam vermeintlich in Abseitsstellung an die Scheibe, lief an den rechten Bullypunkt und donnerte das Spielgerät in den linken oberen Winkel zum verdienten 1:3. Doppelschlag Das Eishockey ein verrückter Sport ist, zeigte sich allerdings in der 38. Minute. Die Landsberger, die zu dem Zeitpunkt fast chancenlos waren, schafften innerhalb von nur 35 Sekunden den Ausgleich. Erst fälschte Markus Rohde einen Schlagschuss von Andreas Widmann ab, dann donnerte Fabian Krull den Puck von der blauen Linie in die Maschen. Dadurch wurde das Spiel des EVL aber nicht besser. Stattdessen gingen die Löwen nach einem schnellen Angriff durch Johannes Sedlmayr erneut in Führung (49.). Zwar schaffte Benjamin Barz wenig später noch einmal den Ausgleich, den K.-o.-Schlag bekamen die Landsberger aber in der 55. Minute. Sedlmayr konnte sich vor dem EVL-Tor in aller Ruhe drehen und zum 4:5 einschießen. Josef Kottmair besorgte mit der Schlusssirene mit einem Treffer ins leere Tor den 4:6-Endstand. Nicht viel anders sah es zwei Tage später gegen den EC Peiting aus. Nach zwei Überzahlmöglichkeiten in der Anfangsphase übernahmen die Gäste immer mehr das Kommando. Ales Kreuzer nutzte einen Fehler von Kapicka vor dem eigenen Tor mit einem Drehschuss zum 0:1 (6.). Michael Fröhlich wurde drei Minuten später nicht attackiert und der Peitinger Angreifer konnte in Überzahl seelenruhig auf das Landsberger Tor fahren und mit einem Schuss ins kurze Eck das 0:2 besorgen. Dank etlicher Strafzeiten der Gäste kamen die Landsberger im zweiten Abschnitt besser ins Spiel. Veli-Antti Leinonen nagelte die Scheibe im Powerplay sogar zum 1:2 (24.) unter die Latte. Allerdings schon 34 Sekunden später stellte Michael Fröhlich mit einem schnellen Konter den alten Abstand wieder her. Dennoch, der EVL blieb im Spiel und Markus Rohde traf aus heiterem Himmel zum 2:3 (33.). Als die Hausherren drauf und dran waren, sogar den Ausgleich zu machen, schlug der ECP gnadenlos zu. In Unterzahl fuhr Milos Vavrusa einen Konter über links und donnerte mit einem Schlagschuss den Puck in den rechten Winkel - 2:4 (39.). Die Partie war entschieden. Derek Switzer traf zwar noch einmal für den EVL, aber Lubor Dibelka und Martin Schwaiger machten am Ende den klaren 3:7-Sieg der Gäste perfekt. Dazu holte sich Igor Bacek noch eine Spieldauerstrafe ab, Michal Kapicka schied verletzt aus. Auch gegen Füssen sah es zunächst alles andere als gut aus. Zwar konnte Veli-Antti Leinonen den frühen Rückstand von Michel Maaßen (2.) ausgleichen, Ricky Helmbrecht (15.) und Eric Nadeau (24.) brachten die Hausherren mit 3:1 in Führung. Landsberg, das den Ausfall von Switzer, Kapicka, Bacek, Rau und Hoffmann verkraften musste, kämpfte sich mit einem unbändigen Willen zurück. Noch im zweiten Drittel drehten Maximilian Waitl (25.) und Alexander Thiel (30./36.) mit ihren Treffern die Partie. Zwar besorgte Kevin Lavallee noch einmal den Ausgleich für die Füssener – Daniel Nörenberg (48.) und Sebastian Wolsch (53.) sorgten aber schließlich für den 6:4-Endstand. Saison geht neu los Damit kommt es nun in den Play-offs zum Derby gegen den EC Peiting. Zwar hat man bereits am Freitag unangenehme Erfahrungen mit der Mannschaft von Leos Sulak machen müssen, allerdings hat der EVL schon zweimal in dieser Saison gegen die „Elche“ gewonnen. Bereits gestern, am Dienstag (nach Redaktionsschluss des KREISBOTEN), fand die erste Partie in der Serie „Best of Seven“ statt. Am Freitag und Dienstag haben die Landsberger nun jeweils ein Heimspiel (20 Uhr), am Sonntag fährt die Truppe wieder nach Peiting.

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