Es war einmal die Blaue Tonne

Der Kreisausschuss hat sich von der Blauen Tonne verabschiedet. In der jüngsten Sitzung am vergangenen Mittwoch sprachen sich die Ausschussmitglieder gegen die gewerbliche Sammlung vom Papier, Pappe und Karton (PPK) mit der Blauen Tonne aus. Gleichzeitig soll die Entsorgung von Altpapier neu ausgeschrieben werden, da die bisher beauftragte Firma Veolia gekündigt hat.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte die Entscheidung gegen die Blaue Tonne möglich gemacht. Die Richter in Leipzig hatten Mitte Juni entschieden, dass die Entsorgung von Altpapier grundsätzlich den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern, also den kommunalen Betrieben, zu überlassen ist. Für den Landkreis sei das ein erfreuliches Urteil, heißt es vom Landratsamt. Ab dem 1. April 2010 wird nun ein anderer Betrieb für drei Jahre entsorgen. Für die Neuausschreibung war wichtig, abzuklären, welche Mengen von Papier, Pappe und Karton zukünftig dabei anfallen. Den interessierten Firmen sollte eine genaue Kalkulationsgrundlage gegeben werden. Die gesamte erfassbare jährliche PPK-Menge im Landkreis liegt bei 10600 Tonnen – davon entfallen mit 8500 Tonnen 80 Prozent auf die Landkreissammlung. Die gewerblichen Sammler, Remondis und Veolia, erfassen 20 Prozent, also 2100 Tonnen, über die Blaue Tonne. Deren Anteil lag Ende 2008 noch bei 1500 Tonnen und hat sich im ersten Halbjahr ’09 erhöht. Mit dem Beschluss des Kreisausschusses kann in der Ausschreibung nun die gesamte Menge an Altpapier angesetzt werden. Der die Blaue Tonne gewöhnte Bürger muss sich nun für die Entsorgung von Papier, Pappe und Karton wieder an die Wertstoffsammelstellen und die Containerplätze gewöhnen. Außerdem bleibt noch die Vereinssammlung des Altpapiers. Landrat Walter Eichner (CSU) sprach sich dafür aus, die hier aktiven Vereine und Verbände, noch mehr zum Sammeln zu motivieren.

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